Shire kauft Baxalta: Seltene Krankheiten, selten hoher Kaufpreis

Shire kauft Baxalta: Seltene Krankheiten, selten hoher Kaufpreis

, aktualisiert 11. Januar 2016, 14:45 Uhr
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Shire kauft den US-Konkurrenten Baxalta.

Quelle:Handelsblatt Online

In der Pharmaindustrie ist der erste dicke Deal des Jahres eingestielt: Für 32 Milliarden Dollar kaufen die Iren von Shire den US-Konkurrenten Baxalta. Ein Riese bei Medikamenten gegen seltene Krankheiten entsteht.

New York/LondonDie wochenlangen Verhandlungen über eine Milliardenfusion der Pharmakonzerne Shire und Baxalta sind beendet – mit Erfolg. Shire mit Sitz in Dublin kauft den US-Rivalen für rund 32 Milliarden Dollar. Die unter anderem auf Mittel gegen Bluterkrankungen, Krebs und Immunleiden ausgerichtete Firma macht Shire-Chef Flemming Ornskov damit zu einem führenden Spezialisten für Medikamente gegen seltene Krankheiten machen.

Baxalta mit Sitz in Deerfield (US-Bundesstaat Illinois) hatte im Juli eine nicht einvernehmliche Übernahmeofferte über 30 Milliarden Dollar zurückgewiesen. Das bisherige Angebot versüßte Shire nun mit einer zusätzlichen Barkomponente und gewann so die Gunst der Amerikaner. Die Baxalta-Anteilseigner sollen demnach 18 Dollar in Bar und 0,1482 Shire-Hinterlegungsscheine (ADS) je Baxalta-Aktie erhalten, wie Shire am Montag mitteilte. Nach Abschluss der Transaktion, die für Mitte dieses Jahres erwartet wird, sollen die Aktionäre von Baxalta rund 34 Prozent an dem fusionierten Unternehmen halten.

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Anfang Juli hatte der Pharmakonzern Baxter International das Geschäft vom Mutterkonzern abgespalten. Der Marktforscher Evaluate Pharma erwartet für das Marktsegment ein Wachstum von mehr als 60 Prozent auf 176 Milliarden Dollar Umsatz in den nächsten fünf Jahren.

Shire ist im Übernahmekarussell sehr aktiv und hatte im vergangenen Jahr bereits die US-Rivalen NPS für rund fünf Milliarden und Dyax für rund sechs Milliarden Dollar geschluckt. In der Pharmabranche jagt bereits seit Monaten eine Milliardenübernahme die nächste. Die Übernahmewelle wird vor allem von hohen Forschungskosten und dem Ablauf von Patenten angetrieben.

In den USA wurde erst kürzlich die bislang größte Fusion der Branche auf den Weg gebracht, bei der der Viagra-Hersteller Pfizer für 160 Milliarden Dollar den Botox-Produzenten Allergan kauft.

Quelle:  Handelsblatt Online
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