Siemens und Bombardier: Unternehmen wollen offenbar Bahngeschäft fusionieren

Siemens und Bombardier: Unternehmen wollen offenbar Bahngeschäft fusionieren

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Siemens will offenbar erneut sein Bahngeschäft fusionieren.

Siemens will einem Medienbericht zufolge sein Zuggeschäft mit dem von Bombardier zusammenlegen. Ein ähnliches Projekt mit der französischen Alstom war gescheitert.

Siemens und Bombardier nehmen offenbar einen neuen Anlauf zur Fusion ihrer milliardenschweren Bahnsparten. Geplant sei ein Gemeinschaftsunternehmen, sagten zwei mit den Verhandlungen vertraute Person am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Gespräche seien schon weit fortgeschritten, doch seien unter anderem technische Fragen zu klären: So wollten beide Partner die Gemeinschaftsfirma voll in die eigene Bilanz einbeziehen.

Für die Zusammenlegung der beiden Sparten hatte es bereits mehrere Anläufe gegeben, allerdings bisher nicht in Form eines Joint Ventures. Bloomberg hatte als erstes über die Pläne berichtet. Sprecher von Siemens und Bombardiers Zugsparte wollten sich zu den Angaben nicht äußern.

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Zuletzt hatte es 2015 Spekulationen über eine Zusammenlegung der Bahngeschäfte der Münchner und der Kanadier gegeben. Siemens hatte auch bereits erfolglos versucht, sein Bahngeschäft mit der französischen Alstom zusammenzulegen. Die westlichen Eisenbahntechnikanbieter leiden unter zunehmenden Konkurrenzdruck aus China, wo sie zum Teil selbst mit Technologietransfers die künftigen Rivalen aufbauen halfen. Bombardier hatte zudem zuletzt mit niedrigen Renditen und technischen Problemen zu kämpfen, die den Kanadiern schwer ins Kontor schlugen. Verkaufsversuche führten bisher zu keinem Ergebnis.

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Das Geschäft mit Fernzügen in Europa und Nordamerika präsentierte sich in den vergangenen Jahren zwischenzeitlich schwach. Die Vergabe staatlicher Bahnen war zeitweise so unattraktiv, dass sich Bombardier mitunter gar nicht um die Aufträge bewarb. Da die Branche im Westen weitgehend konsolidiert ist, stünden daher wahrscheinlich massive Kartellbedenken einer Großfusion entgegen. Die Belegschaften müssten mit einem massiven Stellenabbau rechnen. In Bankerkreisen werden die Erfolgaussichten daher mitunter skeptisch betrachtet. Eine Beschäftigung mit dem Thema sei Zeitverschwendung, sagte ein Investmentbanker: "Die Kartellbehörden würden niemals grünes Licht geben."

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