Quelle: dpaBertelsmann Stiftung
Die Stiftung wurde 1977 von Reinhard Mohn gegründet Der Anteil der Stiftung am Unternehmen beträgt 78 Prozent. Die Stiftung engagiert sich in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Soziales, Unternehmenskultur, Gesundheit, Internationale Verständigung und Kultur.
Umsatz: 15,8 Mrd. Euro
Rendite: 11,7 %
Eigenkapitalquote: 35 %
Quelle: dapdWichtige deutsche Stiftungen:
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
1967 ging das Vermögen des verstorbenen Alfried Krupp von Bohlen und Halbach in die gleichnamige Stiftung über. Die Stiftung hält derzeit einen Anteil in Höhe von 25 Prozent am Unternehmen. Präsident der Stiftung ist seit Jahrzehnten Berthold Beitz, der langjährige Generalbevollmächtigte des Krupp-Konzerns.
Umsatz: 49,1 Mrd. Euro
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Prozent vom Umsatz: 1,1
Eigenkapitalquote: 24 %
Quelle: dpaRobert Bosch Stiftung
Die Stiftung, die 1964 gegründet worden ist, hält einen Anteil in Höhe von 92 Prozent an dem Unternehmen. Der Sitz der Stiftung befindet sich in Stuttgart, im ehemaligen Wohnhaus von Robert Bosch. Gesundheit und Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur, Völkerverständigung, Bildung und Gesellschaft sind die Hauptschwerpunkte der Stiftung.
Umsatz: 47,3 Mrd. Euro
Rendite: 7,4
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Prozent vom Umsatz: 8,1
Eigenkapitalquote: 50 %
Quelle: dpaElse-Kröner-Fresenius-Stiftung
1983 gründete Else Kröner die Stiftung, die 29 Prozent am Unternehmen hält. Zunächst erhielt die Stiftung ein Startkapital in Höhe 50.000 Mark. Nach dem Tod von Else Kröner, die überraschend im Alter von 63 starb, erhielt die Stiftung ihr komplettes Privatvermögen: unter anderem 95 Prozent des Fresenius-Stammkapitals. Ziel der Stiftung ist unter anderem die Förderung medizinischer Projekte und Forschungen, deren Ergebnisse der Allgemeinheit zugänglich sein sollen.
Umsatz: 16 Mrd. Euro
Rendite: 15,1 %
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Prozent vom Umsatz: 1,5
Eigenkapitalquote: 38 %
Quelle: dpaZeppelin-Stiftung
Die Stiftung hält 94 Prozent an der ZF Friedrichshafen AG. Gegründet wurde sie 1908 von Ferdinand Graf von Zeppelin aus einer Vielzahl von Bürgerspenden. 1947 fiel das Stiftungsvermögen an die Stadt Friedrichshafen, die die Stiftung weiterführt. Sie unterstützt mildtätige und gemeinnützige Zwecke, beispielsweise in den Bereichen Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur.
Umsatz: 12,9 Mrd. Euro
Rendite: 5,2 %
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Prozent vom Umsatz: 5,0
Eigenkapitalquote: 37 %
Quelle: dpaCarl Zeiss
Die Stiftung hält einen Anteil in Höhe von 100 Prozent am Unternehmen. Gegründet wurde sie 1889 von Ernst Abbe, der sie nach seinem 1888 verstorbenen Geschäftspartner Carl Zeiss benannte. Der Zweck der Stiftung: Die wirtschaftliche Sicherung der Unternehmen Carl Zeiss und Jenaer Glaswerke und die soziale Verpflichtung gegenüber den Mitarbeitern. Zudem soll die Forschung und die Lehre in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaft gefördert werden.
Umsatz: 4,2 Mrd. Euro
Rendite: 14,3 %
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Prozent vom Umsatz: 8,5
Eigenkapitalquote: 28 %
Quelle: dpaCarl Zeiss Stiftung
Die Stiftung hält 100 Prozent an dem Unternehmen Jenaer Glaswerk Schott & Genossen.
Umsatz: 2,9 Mrd. Euro
Rendite: 6,5 %
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Prozent vom Umsatz: 3,0
Eigenkapitalquote: 25 %
Quelle: dpaDiehl Stiftung
Die Stiftung wurde 1902 gegründet, seit 1998 wird das Unternehmen als Familienstiftung & Co. KG geführt.
Umsatz: 2,7 Mrd. Euro
Rendite: 6,5 %
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Prozent vom Umsatz: 9,2
Eigenkapitalquote: 22 %
Quelle: dpaKörber Stiftung
Gegründet wurde die Stiftung im Jahr 1959, sie ist heute alleinige Aktionärin der Körber AG. Ihre Engagements liegen in den Bereichen Internationale Politik, Bildung, Wissenschaft, Gesellschaft und Junge Kultur.
Umsatz: 1,7 Mrd. Euro
Rendite: 10,8 %
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Prozent vom Umsatz: 5,6
Eigenkapitalquote: 58 %
Bertelsmann Stiftung
Die Stiftung wurde 1977 von Reinhard Mohn gegründet Der Anteil der Stiftung am Unternehmen beträgt 78 Prozent. Die Stiftung engagiert sich in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Soziales, Unternehmenskultur, Gesundheit, Internationale Verständigung und Kultur.
Umsatz: 15,8 Mrd. Euro
Rendite: 11,7 %
Eigenkapitalquote: 35 %
Wenn die Carl Zeiss AG zur Hauptversammlung lädt, hat das etwas Familiäres: Vorstand und Aufsichtsrat kennen alle Vertreter der Eigentümer persönlich, für das Treffen reicht ein kleiner Tagungsraum. Kein Wunder, Assistenten und Fachreferenten nicht mitgerechnet, reichen 21 Plätze: drei für den Vorstand, 16 für den Aufsichtsrat und zwei für die Anteilseigner. Zwar gibt es drei Aktionärsvertreter, der Vormann des Trios ist aber zugleich Aufsichtsratschef. Die Konstellation hat mit den Eigentumsverhältnissen des 1846 gegründeten Optik- und Halbleiterherstellers zu tun: Zeiss gehört wie das Schwesterunternehmen Schott zu 100 Prozent der Carl-Zeiss-Stiftung. Diese hat ihre Stimmrechte qua Satzung an den Stiftungsrat delegiert, eines von drei Gremien der Stiftung (siehe Grafik).
Zeiss liegt vorne
Was auf den ersten Blick kompliziert und unübersichtlich anmutet, ist bei näherem Hinsehen eine clever ausgetüftelte Konstruktion, die mehrere Zwecke zugleich erfüllt. Zum einen werden die schon vor gut 120 Jahren vom Stiftungsgründer formulierten Ziele abgesichert: dauerhafte Sicherung der beiden Unternehmen, Wohlergehen seiner Mitarbeiter und Förderung der Wissenschaft. Zum anderen genügt der Aufbau den strengen heutigen Regeln guter Unternehmensführung. Die Wissenschaftsförderung fällt mit einem einstelligen Millionenbetrag zwar bescheiden aus – die Sicherung der Firmen hat dafür umso besser funktioniert: Zeiss gehört zu den innovativsten und wirtschaftlich stärksten Unternehmen seiner Branche.

Erfolgreiche Brachialmethode
Technisch spielt Zeiss seit der Gründung 1846 in der Spitzenliga. Bekannt wurde das Unternehmen durch seine in Qualität und Leistung weit überlegenen Mikroskope: „Die Zeiss’schen Mikroskope werden von keiner anderen optischen Werkstätte erreicht“, schrieb der Zoologe Ernst Haeckel 1880 in seinem Antrag zur Verleihung der Ehrendoktorwürde an den gelernten Mechaniker Carl Friedrich Zeiss. Damit das so blieb, zerschlug der Gründer Geräte, die den Anforderungen nicht entsprachen, eigenhändig auf einem Amboss. Die Brachialmethode hatte Erfolg. Albert Einstein schätzte die Präzision, und auch die Medizin-Nobelpreisträgerin von 1995, Christiane Nüsslein-Volhard, arbeitete mit einem Zeiss-Mikroskop.













