Werk Kamenz: Daimler baut Produktionsverbund für Batterien auf

Werk Kamenz: Daimler baut Produktionsverbund für Batterien auf

, aktualisiert 24. Oktober 2016, 12:05 Uhr
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Daimler will seine Elektroauto-Offensive weiter vorantreiben. Der Aufbau eines weltweiten Produktionsverbunds für Batterien ist Teil einer Strategie, in deren Zuge Daimler bis 2025 mehr als zehn reine Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen will.

Quelle:Handelsblatt Online

2018 soll in Kamenz die zweite Daimler-Batteriefabrik in Betrieb gehen. Das ist aber nur der erste Schritt: Durch Investitionen von einer Milliarde Euro soll mittelfristig ein weltweiter Produktionsverbund entstehen.

FrankfurtDaimler will im Zuge seiner Elektroauto-Offensive mit Investitionen von einer Milliarde Euro einen weltweiten Produktionsverbund für Batterien aufbauen. „Kamenz wird das Kompetenzzentrum in diesem Verbund“, erklärte Mercedes-Produktionschef Markus Schäfer am Montag zum Spatenstich für die zweite Batteriefabrik am Standort Kamenz bei Dresden.

In die neue Anlage der Daimler-Tochter Deutsche Accumotive, die Mitte 2018 in Betrieb gehen soll, steckt der Stuttgarter Autobauer eine halbe Milliarde Euro. Wo die anderen Produktionskapazitäten entstehen, ist noch offen. Normalerweise werden sie auf die größten Pkw-Märkte China, Nordamerika und Europa verteilt.

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Daimler hatte auf der Automesse in Paris Ende September umfassende Pläne zu neuen Elektroautos vorgestellt. Die gesamte Branche rechnet mit dem lang erhofften Durchbruch für den umweltfreundlicheren Antrieb etwa Mitte des nächsten Jahrzehnts. Stark sinkende Batteriekosten, längere Reichweiten und bessere Ladeinfrastruktur sollen bis dahin den Nachteil von Elektroautos gegenüber solchen mit Verbrennungsmotoren ausmerzen.

Mercedes-Benz Cars plant mehr als zehn reine Elektrofahrzeuge seiner neuen Marke „EQ“ über alle Größenklassen bis 2025. Der erste SUV soll noch vor 2020 auf den Markt kommen.

Die Batterien wollen die Schwaben selbst produzieren und nicht zukaufen, wie Forschungschef Thomas Weber verdeutlichte. „Sie sind integraler Teil der Fahrzeugarchitektur und kein Produkt von der Stange“, sagte er. Daimler zähle das Entwickeln und Fertigen von Batteriesystemen zu seinen Kernkompetenzen. Nicht nur in reinen Elektroautos kommen Batterien zum Einsatz, sondern auch bei Hybridautos in Kombination mit Benzin- oder Dieselmotoren sowie in 48-Volt-Systemen.

In Kamenz produziert Daimler seit 2012 Lithium-Ionen-Batterien. Seit einem Jahr werden als Nebenprodukt der automobilen Batterien auch Stromspeicher für Industrie und Haushalte hergestellt. Die Zahl der Mitarbeiter am Standort von derzeit 350 soll sich bis Ende des Jahrzehnts mehr als verdoppeln. Die Zentrale der Accumotive ist mit rund 140 Mitarbeitern in Nabern bei Stuttgart. Dort ist auch Forschung und Entwicklung angesiedelt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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