Foursquare: Neuer Chef und frisches Geld für „Check-In“-Dienst

Foursquare: Neuer Chef und frisches Geld für „Check-In“-Dienst

, aktualisiert 15. Januar 2016, 18:15 Uhr
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Der Reiz der „Check-Ins“ hat bei den Nutzern mit der Zeit offenbar nachgelassen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Startups im Silicon Valley waren bisher steigende Bewertungen gewohnt. Doch inzwischen ist das keine Selbstverständlichkeit mehr. Als jüngstes Beispiel musste der „Check-In“-Dienst Foursquare Abstriche hinnehmen.

New YorkFoursquare, ein Pionier bei ortsbasierten Online-Diensten, bekommt eine Finanzspritze von 45 Millionen Dollar und einen neuen Chef. Gründer Dennis Crowley, der die Firma bisher führte, gab den Wechsel in den Verwaltungsrat bekannt. An die Spitze rückt Jeff Glueck nach, der bisher für das Tagesgeschäft zuständig war. Bei der Finanzierungsrunde wurde die Firma laut Medienberichten deutlich niedriger bewertet als vergangenes Mal vor gut zwei Jahren.

Die Bewertung entscheidet bei einer Geldspritze darüber, welchen Anteil an dem Unternehmen Investoren für ihr Geld bekommen. Dass der Wert von einer Finanzierungsrunde zur anderen steigt, gilt als Indikator für den Erfolg eines Startups. Foursquare besorgte sich im Jahr 2013 laut Medienberichten frisches Geld zu einer Bewertung von 650 Millionen Dollar. Jetzt sei sie in etwa nur halb so hoch gewesen, schrieb die „New York Times“. Dem „Wall Street Journal“ zufolge bekamen die Investoren die Aktien sogar 69 Prozent billiger. Das Unternehmen selbst machte keine Angaben zur Firmenbewertung.

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Foursquare war einer der ersten Dienste, bei denen man in Restaurants, Geschäften oder Museen „einchecken“ konnte und dabei seinen Freunden den Aufenthaltsort mitteilte. Es gab eine spielerische Komponente, weil die Nutzer virtuelle Abzeichen verdienen und zum „Bürgermeister“ eines Ortes werden konnten – zugleich sollten Geschäfte eine Plattform für Werbung bekommen.

Der Reiz der „Check-Ins“ schien bei den Nutzern jedoch mit der Zeit nachzulassen. Andere ähnliche Dienste wurden übernommen oder gingen aus dem Geschäft. Foursquare lagerte das „einchecken“ in die separate App „Swarm“ aus und fokussierte sich auf das Empfehlen von Restaurants und Einkaufsläden in der Nähe. Inzwischen setzt Foursquare stärker auf Unternehmen, denen die Firma Zugang zu ihrer Datenbank mit Geschäftsadressen gibt, zum Beispiel für Kartendienste. Der Fokus darauf solle verstärkt werden, kündigte der neue Chef an.

Im Silicon Valley war man bisher gewohnt, dass die Bewertungen bei Finanzierungsrunden immer weiter steigen. Der Fahrdienst-Vermittler Uber, der inzwischen mit seinen milliardenschweren Geldspritzen bei einem Firmenwert von über 60 Milliarden Dollar angekommen sein soll, ist das Paradebeispiel dafür. Branchen-Beobachter sehen die Startups jedoch zunehmend unter Druck, weil das Geld bei den Investoren nicht mehr so locker sitzt. Zuletzt ging der Bezahldienst Square an die Börse mit einer Bewertung von rund drei Milliarden Dollar. Der Wert in einer vorherigen Finanzierungsrunde soll laut Medienberichten doppelt so hoch gewesen sein.

Quelle:  Handelsblatt Online
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