Galaxy Note 7: Warum Samsung die Notbremse zieht

Galaxy Note 7: Warum Samsung die Notbremse zieht

, aktualisiert 02. September 2016, 11:57 Uhr
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Samsung hatte zuerst Kunden in Südkorea und China beliefert.

Quelle:Handelsblatt Online

Herber Rückschlag für Samsung im Wettkampf mit Apple: Die Südkoreaner stoppen den Verkauf ihres neuen Flaggschiffs Galaxy Note 7 wegen Explosionsgefahr beim Akku. Was Kunden jetzt wissen müssen.

SeoulIn den ersten Testberichten erzielte das neue Riesen-Smartphone von Samsung, das Galaxy Note 7, noch Bestnoten. Doch es tauchten auch kurz nach der Auslieferung der ersten Geräte in Südkorea und China Berichte zu massiven Problemen auf.

Warum ruft Samsung das Galaxy Note 7 zurück?

Bei einigen Geräten bestand Feuergefahr beim Aufladen des Akkus. Laut Samsung gab es 35 Vorfälle, bei denen sich das Galaxy Note 7 extrem erhitzt hatte. Das ist weniger als ein Promille der bislang ausgelieferten Geräte.

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Was weiß man zu den Ursachen der Brandgefahr?

Nach Angaben von Samsung verursacht ein fehlerhafter Akku die Probleme. Die Südkoreaner beziehen die Batterien von verschiedenen Herstellern. Daher sind nicht alle Geräte davon betroffen.

Warum greift Samsung zu einer so massiven Rückholaktion?

Der Konzern betont, die Sicherheit seiner Kunden habe höchste Priorität. Deshalb wolle man das Galaxy Note 7 austauschen. Der Hinweis auf fehlerhafte Akkus erklärt allerdings nicht, warum das komplette Geräte ausgetauscht werden muss. Experten spekulieren nun, ob die lokalen Reparaturwerkstätten nicht genügend Kapazitäten haben, den Akku-Tausch vorzunehmen. Außerdem ist der Akku-Tausch bei dem wasserdichten Gehäuse kein ganz banaler Vorgang.

Kann es weitere Ursachen für die Brandgefahr geben?

Ja, auch eine fehlerhafte Ladeelektronik könnte eine extreme Überhitzung verursachen. Es gibt allerdings keine konkreten Indizien für weitere Fehlerursachen.


An wen sich Kunden wenden können

Was bedeutet die Rückrufaktion für Kunden in Deutschland?

Hierzulande dürften noch nicht viele Anwender ein Samsung Galaxy Note 7 in den Händen halten. Samsung hatte zuerst Kunden in Südkorea und China beliefert. Rund 400.000 Geräte sollen dort ausgeliefert worden sein. In Deutschland wollten die Mobilfunkprovider und Händler eigentlich an diesem Freitag mit dem Verkauf des „Phablets“ starten. Vorbesteller dürfen eventuell schon am Donnerstag beliefert worden sein.

An wen kann man sich als betroffener Kunde wenden?

Von Samsung gibt es bislang keine spezielle Website zur Abwicklung des Austausches. Besitzer eines Galaxy Note 7 sollten sich deshalb an den Händler wenden, von dem sie das Gerät erhalten haben. Der britische „Guardian“ berichtet unter Berufung auf Samsungs Mobile-Chef Koh Dong-jin, dass es bis zu zwei Wochen dauern wird, bis Ersatzgeräte bereitstehen. Bis dahin werden alle Lieferungen sozusagen unter Quarantäne gestellt.

Wie schwer schadet eine spektakuläre Rückrufaktion dem Geschäft von Samsung?

Die Investoren von Samsung nahmen die Aktion halbwegs gelassen hin. Die Samsung-Aktie hatte zuvor schon mit einem leichten Rückgang auf erste Gerüchte zu den Batterie-Problemen reagiert. Dass man im Prestige-Wettstreit mit Apple wenige Tage vor der erwarteten Ankündigung eines neuen iPhone-Modells solche Negativ-Schlagzeilen produzieren muss, dürfte die Samsung-Manager aber schon mächtig ärgern. Langfristig tragen allerdings Rückrufaktionen häufig zur Stärkung einer Marke bei, weil Verbraucher anerkennen, dass Unternehmen Verantwortung für ihre Produkte übernehmen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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