Kontroverse Themen: Fernsehwerbung beim Super traut sich was

Kontroverse Themen: Fernsehwerbung beim Super traut sich was

, aktualisiert 06. Februar 2017, 03:07 Uhr
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In dem Werbespot wird der deutsche Einwanderer Adolphus Busch rüde behandelt.

Quelle:Handelsblatt Online

Von wegen unpolitisch: Die kontroverse um Einwanderungspolitik, umstrittene Erdölforderung und Übergewicht - alles Themen, die die Werbespots bei diesjährigen Super Bowl thematisierten. Und für Aufregung sorgten.

Houston Eine Werbung für das US-Bier „Budweiser“ sorgte am Sonntag während des Super Bowl in den USA für Aufregung. Zu sehen ist die Geschichte des deutschen Einwanderers und Unternehmensmitgründers Adolphus Busch, der in den 1850er Jahren von US-Anwohnern zunächst nicht willkommen geheißen wurde. Das Unternehmen Anheuser-Busch erklärte, den Spot bereits vor dem umstrittenen Einreiseverbot von US-Präsident Donald Trump gedreht zu haben. Es sei aber töricht, davon auszugehen, dass die Werbung die politische Debatte nicht befeuern werde.

Eine weitere Werbesendung löste Spott in den sozialen Netzwerken aus. Der Spot sollte das Image von Erdöl verbessern und skandierte Sprüche wie „Öl pumpt das Leben auf“ (oil pumps life). Hinter der Kampagne steckte das American Petroleum Institute, das die Öl- und Gasindustrie in den Vereinigten Staaten repräsentiert. Auf Twitter erklärten User danach, Öl sei das neue Bier und sie wollten es sofort kaufen. Andere bezeugten ironisch, sie liebten Öl, weil Freunde davon abhängig seien.

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Die neue US-Regierung unter Donald Trump beabsichtigt, die Erdöl- und Gasförderung im Vergleich zur Vorgängerregierung deutlich voranzutreiben. Erdölleitungen sollen ausgebaut werden, um unter anderem mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Die Existenz des Klimawandels wird angezweifelt

Eine weitere Reihe von Werbesendungen könnte fast ein versteckter Aufruf zum Abnehmen gewesen sein: Während des Super Bowl haben einen Schwerpunkt auf „gesundheitsbewusste Lebensmittel“ gelegt. Im ersten Viertel sollte unter anderem ein Spot über Avocados aus Mexiko zu sehen sein, die „gute Fette“ enthalten. Zudem erklärte das Unternehmen hinter Pepsi-Cola, es werde lediglich Werbung für „null Kalorien“-Getränke schalten. Darunter falle beispielsweise ein Spot für ein neues, hochpreisiges Flaschenwasser. In der Halbzeit wurde für Pepsi „Zero Sugar“ statt normaler Pepsi gezeigt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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