Neuer Telekom-Chef: Mit Rückenwind an die Spitze

Neuer Telekom-Chef: Mit Rückenwind an die Spitze

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Seit 12 Jahren arbeitet Timotheus Hoettges bei der Deutschen Telekom in Koeln. Er gilt als engster Vertrauter Rene Obermanns. Nun tritt er in dessen Fußstapfen.

Er gilt als bodenständig, nüchtern, schätzt Hierarchien. Der künftige Chef der deutschen Telekom Timotheus Höttges war engster Vertrauter seines Vorgängers Rene Obermann. Nun muss er aus seinem Schatten treten.

Seit Jahren arbeiten sie Seite an Seite, sind auch außerhalb der Vorstandsetage eng befreundet. Jetzt hat der langjährige Telekom -Chef Rene Obermann seinen Rücktritt zum 31. Dezember 2013 angekündigt. Nachfolger wird sein Weggefährte Timotheus Höttges, den Obermann nur "Tim" nennt.

Er gilt als bodenständig, stammt wie der fast gleichaltrige Obermann aus Nordrhein-Westfalen. Beide haben den Bonner Dax-Konzern geprägt. Jetzt muss der 1962 in Solingen geborene Höttges endgültig aus dem Schatten seines Freundes treten.

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Führungswechsel Obermann will näher ans operative Geschäft

Mehr Zeit für Kunden, für Mitarbeiter und die Entwicklung neuer Produkte - so begründet Telekom-Chef René Obermann seinen Rücktritt am Donnerstag. Beim Telefon-Konzern will er nicht bleiben.

Der Noch-Chef der Deutschen Telekom AG, Rene Obermann und sein Nachfolger, derzeit im Finanzvorstand Timotheus Höttges. Quelle: dapd

Der Glatzkopf ist seit September 2000 bei der Telekom und seit März 2009 für die Finanzen zuständig. Für den Telekom-Konzernchef René Obermann war Höttges der Wunschkandidaten für den Job im Finanzvorstand. Schon damals galt Thimoteus Höttges als engster Vertrauter Obermanns.

Beide arbeiteten bereits vor Jahren bei T-Mobile in ähnlicher Konstellation zusammen. Im Privatleben verabredeten sie sich regelmäßig zum Laufen. Ein nüchterner, gradliniger Zahlenmensch, der Traditionen und Hierarchien schätzt, wie Kenner des Unternehmens berichten.

Er habe dabei immer auf die Rückendeckung seines Kumpanen zählen können. Freunde wurden sie, als Höttges sich um die Kasse von T-Mobile kümmerte und Obermann die Mobilfunk-Tochter leitete. "Sie sind sehr eng", hieß es in der Vergangenheit von Personen, die mit beiden zusammengearbeitet haben.

Es ist eine Freundschaft, die auf Gegenseitigkeit beruht - keine Selbstverständlichkeit an der Spitze großer Konzerne. Beide hätten schon die "ein oder andere Schlacht geschlagen", drückte es Obermann vor einigen Jahren aus. Höttges sagt: "Mit ihm verbindet mich mehr als eine rein berufliche Beziehung."

Nach T-Mobile war Höttges bei der Festnetzsparte T-Com tätig, einem der Sorgenkinder des Konzerns. Er machte T-Home zum DSL-Marktführer im Neugeschäft, wie der Konzern ihn lobt. Als Finanzchef beerbte er damals Karl-Gerhard Eick, der danach an der Rettung des Handelskonzerns Arcandor scheiterte.

Vor seiner Zeit bei der Telekom studierte Höttges Betriebswirtschaftslehre in Köln und arbeitete anschließend drei Jahre in einer Hamburger Unternehmensberatung. Ende 1992 wechselte er zum VIAG Konzern in München. Als Projektleiter war er maßgeblich an der Fusion von VIAG AG und VEBA AG zur Eon AG beteiligt, die im Jahr 2000 umgesetzt wurde. Höttges ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er joggt und spielt Golf, gelegentlich segelt er auch. Jetzt treibt der Rückenwind den großgewachsenen 50-Jährigen an die Spitze des Konzerns

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