Trotz reduzierter Verluste: Blackberry-Umsatz sinkt weiter

Trotz reduzierter Verluste: Blackberry-Umsatz sinkt weiter

, aktualisiert 31. März 2017, 15:40 Uhr
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Das kanadische Unternehmen Blackberry galt als Smartphone-Pionier. Mittlerweile setzt der Konzern verstärkt auf die Softwaresparte.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Verluste des Smartphone-Herstellers Blackberry konnten zuletzt minimiert werden. Dennoch sinkt der Umsatz der Kanadier weiter. Nun setzt der Konzern auf Unternehmenskunden und baut sein Softwaregeschäft aus.

WaterlooDer schwächelnde Smartphone-Pionier Blackberry hat im vergangenen Quartal seine Verluste deutlich eindämmen können. Das kanadische Unternehmen verbuchte rote Zahlen von 47 Millionen US-Dollar nach einem Minus von 238 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis fiel besser als von Analysten erwartet aus. Der Umsatz schrumpfte unterdessen in dem Ende Februar abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 38 Prozent auf 286 Millionen Dollar, wie Blackberry am Freitag mitteilte.

Blackberry hatte die Anfangszeit des Smartphone-Geschäfts stark mitgeprägt, war jedoch mit dem Vormarsch der Touchscreen-Telefone weit zurückgefallen. Nachdem die Verkäufe der Blackberry-Smartphones einbrachen, stellte Firmenchef John Chen das Geschäft auf Software um und setzt auf Unternehmenskunden.

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Die Blackberry-Telefone werden inzwischen auch nicht mehr von der Firma selbst, sondern vom Hardware-Spezialisten TCL entworfen, der unter anderem auch Geräte der Marke Alcatel produziert. Statt des hauseigenen Betriebssystems kommt dabei Android von Google zum Einsatz. In Zukunft könne es auch wieder Tablets unter dem Blackberry-Markennamen geben, sagte Chen in einer Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen.

Neben Software zur sicheren Kommunikation für Unternehmen will Chen bei der Vernetzung von Technik im Internet der Dinge und im Autogeschäft als Lieferant von Komponenten für selbstfahrende Autos wie Radar-Sensoren punkten. Als bedeutenden Partner gewann Blackberry dabei Ford, weitere Kunden dieser Größenordnung seien „wahrscheinlich“, sagte er. Im vergangenen Jahr habe Blackberry - nach einem starken Stellenabbau zuvor - rund 1000 neue Mitarbeiter für die Zukunftsbereiche eingestellt, betonte Chen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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