US-Chipspezialist: Qualcomm-Gewinn deutlich zurückgegangen

US-Chipspezialist: Qualcomm-Gewinn deutlich zurückgegangen

, aktualisiert 20. April 2017, 01:54 Uhr
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Qualcomm ist in mehrere Rechtsstreitigkeiten verwickelt - unter anderem mit Blackberry und Apple.

Quelle:Handelsblatt Online

Der weltgrößte Hersteller von Chips für Mobilgeräte hat für das abgelaufene Quartal deutlich weniger Umsatz und Gewinn. Analysten hatten aber schlechtere Zahlen erwartet. Das gab der Unternehmensaktie Auftrieb.

San DiegoDer in mehrere Rechtsstreitigkeiten verwickelte US-Chipspezialist Qualcomm hat im zweiten Geschäftsquartal deutlich weniger verdient und umgesetzt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich sank der Gewinn um 36 Prozent auf 700 Millionen US-Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz fiel um zehn Prozent auf fünf Milliarden Dollar.

Analysten hatten bei beiden Größen allerdings mit noch Schlimmerem gerechnet. Im nachbörslichen Handel legte der Qualcomm-Kurs daher deutlich um fast drei Prozent zu.

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Zuletzt war der vor der Übernahme des Infineon-Konkurrenten NXP stehende Konzern dazu verurteilt worden, an den Smartphone-Pionier Blackberry 815 Millionen Dollar zu zahlen. Hintergrund sind überhöhte Gebühren für Patentlizenzen.

Ärger hat Qualcomm wegen ähnlicher Vorwürfe auch mit dem US-Mobiltelefonhersteller Apple. Der iPhone-Konzern hatte kürzlich deshalb in den USA und in China Klage eingereicht.

Qualcomm ist der weltweit größte Hersteller von Chips für Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets. NXP ist noch vor dem deutschen Dax-Konzern Infineon führend bei Chips für die Autoindustrie und bietet etwa Lösungen für vernetzte und selbstfahrende Autos sowie Sicherheitssysteme an. Vor allem durch seine NFC-Funkchips für das kontaktlose Bezahlen etwa mit dem Smartphone ist die einstige Philips -Tochter bekannt. Gemeinsam werde ein jährlicher Umsatz von mehr als 30 Milliarden Dollar und eine Führungsposition in Märkten wie dem Internet der Dinge, bei Sicherheitslösungen und der Zukunft des Automobils erwartet, hatte es bei der Ankündigung des Übernahmevorhabens geheißen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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