WhatsApp-Daten: Facebook droht empfindliche EU-Strafe

WhatsApp-Daten: Facebook droht empfindliche EU-Strafe

, aktualisiert 18. Mai 2017, 08:25 Uhr
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Offenbar will die EU-Kommission eine Strafe gegen das soziale Netzwerk verhängen. Es geht dabei um die Übernahme des Kurznachrichtendienstes WhatsApp.

Quelle:Handelsblatt Online

Aufgrund von irreführenden Angaben bei der Übernahme des Kurznachrichtendienstes WhatsApp will die EU-Kommission laut Medienberichten eine Strafe gegen Facebook verhängen. Es gehe dabei um eine „bedeutende“ Summe.

BrüsselDie EU-Kommission neigt laut Medienberichten dazu, Facebook mit einer Strafe wegen irreführender Angaben bei der Übernahme des Kurznachrichtendienstes WhatsApp zu belegen. Es solle um eine „bedeutende“ Summe gehen, um andere Unternehmen abzuschrecken, berichteten die „Financial Times“ und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf informierte Personen in der Nacht zum Donnerstag. Ihre Zustimmung zu dem am Ende rund 22 Milliarden Dollar schweren Deal werde sie aber nicht zurückziehen.

Die Kommission kann eine Strafe von bis zu einem Prozent des Jahresumsatzes verhängen, bei Facebook wären das 276 Millionen Dollar für das vergangene Jahr.

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Die Brüsseler Behörde sieht sich von Facebook getäuscht. Das weltgrößte Online-Netzwerk habe aus Sicht der Kommission im Verfahren zur Freigabe des WhatsApp-Deals „falsche oder irreführende Angaben gemacht“, sagte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager im Dezember.

Laut damaligen Angaben der Kommission hatte bei der Prüfung des WhatsApp-Deals angegeben, dass es nicht zuverlässig möglich sein werde, einen automatischen Datenabgleich zwischen den Benutzerkonten beider Dienste einzurichten. Im August 2016 hatte Facebook jedoch angekündigt, künftig die Telefonnummern von WhatsApp-Nutzern mit Facebook-Profilen zu verknüpfen. Das hatte zu massivem Widerstand europäischer Datenschützer geführt, das Verfahren liegt in Europa auf Eis.

Die Kommission geht davon aus, dass die Möglichkeit zum Abgleich der Daten bereits während des Prüfverfahrens bestand. Facebook betonte stets, man habe korrekte Angaben über technische Fähigkeiten und Pläne gemacht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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