Yahoo-Datenleck: Ex-Chefin Mayer macht Russland verantwortlich

Yahoo-Datenleck: Ex-Chefin Mayer macht Russland verantwortlich

, aktualisiert 08. November 2017, 19:04 Uhr
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Die einstige Yahoo-Chefin erhebt Vorwürfe gegen Agenten aus Russland.

Quelle:Handelsblatt Online

Die frühere Yahoo-Chefin Marissa Mayer hat sich vor dem US-Senat für den massiven Datendiebstahl in den Jahren 2013 und 2014 entschuldigt. Gleichzeitig machte sie russische Agenten für die Angriffe verantwortlich.

WashingtonDie frühere Yahoo-Chefin Marissa Mayer hat sich vor dem US-Senat für den Datendiebstahl bei dem Unternehmen entschuldigt und zugleich russische Agenten dafür verantwortlich gemacht. Vor dem Handelsausschuss des Senats sagte Mayer am Mittwoch: „Der Datendiebstahl geschah während meiner Zeit als Yahoo-Chefin und ich möchte mich aufrichtig bei jedem unserer Nutzer entschuldigen.“ Yahoo habe vielfältige Maßnahmen ergriffen, um den Schwall von Angriffen privater und staatlich unterstützter Hacker abzuwehren. Leider seien russische Agenten in das Yahoo-System eingedrungen und hätten die Daten der Nutzer gestohlen. Yahoo wurde in den vergangenen Jahren Opfer von mindestens zwei großen Cyberangriffen. Dabei verschafften sich Hacker 2013 Zugang zu allen drei Milliarden Nutzer-Konten und 2014 zu den E-Mail-Konten.

Zu der Anhörung waren auch frühere Chefs von Equifax und ein ranghoher Vertreter von Verizon Communications eingeladen. Verizon hat die wichtigsten Geschäftsbereiche von Yahoo im Juni übernommen.

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Wegen des Angriffs auf die E-Mail-Konten erhoben die USA im März erstmals Anklage gegen russische Geheimagenten. Russland hat jede Schuld von sich gewiesen. Einen Zusammenhang zwischen diesem Angriff und dem größerem im Jahr 2013 sah die Ermittlungsbehörde FBI zunächst nicht.

Die US-Behörden werfen Russland zudem vor, im US-Wahlkampf die Computer der Demokraten gehackt zu haben. Außerdem gehen die US-Behörden derzeit dem Verdacht nach, Russland habe über Kontakte zum Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump und über die sozialen Netzwerke die Präsidentenwahl beeinflusst.

Quelle:  Handelsblatt Online
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