Konsumgüter: Henkel glänzt mit Rekordzahlen

Konsumgüter: Henkel glänzt mit Rekordzahlen

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2,85 Millionen Euro bekam der Henkel-Vorstandsvorsitzende Kaspar Rorsted 2009. Ein Jahr zuvor bekam er wegen höherer  variabler Bezüge noch rund 3 Millionen Euro. Sein aktuelles Gehalt setzt sich zusammen aus einer Million Festgehalt, 490000 Euro Pension und variablen Optionen.

Foto: APN

von Mario Brück

Der Düsseldorfer Konsumgüterhersteller Henkel präsentiert Rekord-Gewinne, -Umsätze und -Dividenen – und zwei neue Mitglieder im verjüngten Konzernvorstand. Bis 2012 will Henkel das größte Klebstoffwerk der Welt in China errichten.

Henkel-Chef Kasper Rorsted ist an diesem frühen Donnerstagmorgen gleich dreifach gut gelaunt. Nicht nur weil er heute seinen 49. Geburtstag feiert und in wenigen Minuten das beste Ergebnis des Henkel-Konzerns in seiner 135-jährigen Geschichte präsentieren kann. Nein, auch sein Lieblingsfußball-Club, der FC Bayern München, hatte am späten Vorabend den ewigen Konkurrenten Inter Mailand mit 1:0 besiegt.

2010 sei ein hervorragendes Jahr gewesen, sagt Rorsted. Erstmals habe der Persil-, Prit- und Pril-Hersteller eine bereinigte Vorsteuerrendite von mehr als zwölf Prozent erzielen können. Doch, so Rorsted, sei dies heute Morgen schon wieder Vergangenheit, lediglich ein Schritt auf dem Weg zum vor Jahren selbst erklärten Ziel: 14 Prozent Rendite vor Zinsen und Steuern im Jahr 2012.

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Alle Konzernbereiche, also Wasch- und Reinigungsmittel (Persil, Pril), Kosmetik- und Körperpflege (Schwarzkopf, Syoss) sowie die Klebstoffsparte (Pattex, Loctite) hätten zur Verbesserung der Konzernkennzahlen beigetragen. Alle Sparten konnten Vorsteuergewinne und entsprechende Renditen auf Höchststand beisteuern. Die Dividende für die im Dax notierten Vorzugsaktien steigt von 53 auf 72 Cent je Anteilsschein.

Trotz steigender Rohstoffkosten und aggressiver Wettbewerber bekräftigte Rorsted die für 2012 gesteckten Ziele von einem organischen Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent und  einer bereinigten Vorsteuermarge von 14 Prozent.

Zur Erreichung der Ziele baut Rorsted auf zwei neue Kräfte im fünfköpfigen Henkel-Vorstand. Bruno Piacenza (45) wird in wenigen Tagen die Nachfolge von Henkel-Haudegen Friedrich Stara antreten und damit den Unternehmensbereich Wasch- und Reinigungsmittel übernehmen. Stara (62), der seit 1976 bei Henkel ist, wird Ende Februar in den Ruhestand gehen. Damit sinkt das Durchschnittsalter des gesamten fünfköpfigen Henkel-Vorstands auf unter 50 Jahre.

Der in Paris geborene Piacenza ist seit 20 Jahren für Henkel tätig. Er hat einen MBA der internationalen Business School Hautes Etudes Commerciales (HEC) in Paris und kam von der Unternehmensberatung Bain & Company zu Henkel. Bisher war Piacenza ausschließlich in der Kosmetiksparte des Unternehmens tätig, zuletzt als Vize-Chef mit Verantwortung für die Regionen Westeuropa, Nahost/Nordafrika und Asien/Pazifik und Länderchef in Frankreich. Piacenza ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Noch mehr Dienstjahre als Henkelaner hat der zweite Neuzugang im Konzernvorstand auf dem Buckel: Jan-Dirk Auris. Der gebürtige Kölner fing 1987 als Außendienstmitarbeiter bei Henkel an. Mit seinen 43 Jahren ist Auris heute schon so lange bei Henkel, wie kaum ein anderer aus der Top-Manager-Riege. Auris, der Henkels Klebstoffsparte und damit den größten Umsatzbringer vor den Waschmitteln und der Kosmetik verantwortet, folgt auf Thomas Geitner, der ein vergleichsweise kurzes Gastspiel am Rhein gab. Von Vodafone kommend trat er erst im März 2008 in die Dienste von Henkel, um drei Monate später im Vorstand die Verantwortung für das Klebstoffgeschäft zu übernehmen.

Nun folgt ihm also Auris, der zuletzt das Klebstoffgeschäft in asiatisch-.pazifischen Raum geleitet hatte. Dort wird es ihn schon bald wieder hinverschlagen. Denn Henkel baut in der Nähe von Shanghai laut eigenen Angaben das größte Klebstoffwerk der Welt. Die Umsetzung des neuen Standortkonzeptes verlaufe in mehreren Phasen und dauere insgesamt fünf Jahre, teilt ein Henkel-Sprecher auf Anfrage mit. Der erste Teil der Kleber-Fabrik soll Ende kommenden Jahres in Betrieb genommen werden. Die Investitionssumme beziffert Henkel mit einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.

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