Martin Shkreli: Ex-Pharma-Manager muss in Untersuchungshaft

Martin Shkreli: Ex-Pharma-Manager muss in Untersuchungshaft

, aktualisiert 14. September 2017, 01:30 Uhr
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„Pharma Bro“ Shkreli: Ein provokanter Online-Beitrag gegen Hillary Clinton bringt ihn nun in Untersuchungshaft.

Quelle:Handelsblatt Online

Der „meistgehasste Mann des Internets“ muss vorerst hinter Gitter. Nach einem Post über Hillary Clinton die vorherige Kaution widerrufen. Er habe Internetnutzer zu einem Angriff aufgefordert, so der Richter.

New YorkDer umstrittene frühere US-Pharmaunternehmer Martin Shkreli muss in New York in Untersuchungshaft. Das ordnete ein Richter am Mittwoch an und ließ eine vorherige Kaution, mit der Shkreli wegen eines anderen Urteils auf freiem Fuß bleiben durfte, widerrufen. Hintergrund war ein provokanter Online-Beitrag Shkrelis, der in englischen Medien auch als „Pharma Bro“ bekannt ist. Er hatte eine Belohnung von 5000 Dollar angeboten, wenn ihm jemand ein Haar mit Haarwurzel von Ex-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton bringe.

Der Richter bezeichnete dies als „Aufforderung zu einem Angriff“. Es bestehe das Risiko, dass jemand tatsächlich Shkrelis Angebot annehme. Sein Appell falle nicht unter den Ersten Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung, mit dem die Meinungsfreiheit geschützt wird. Shkrelis Verteidigung hingegen hatte argumentiert, bei dessen Kopfgeld-Aufruf habe es sich um politische Satire gehandelt.

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Shkreli war Anfang August wegen Betrugs schuldig gesprochen worden. Eine Jury hatte geurteilt, er habe Hedgefondsinvestoren in die Irre geführt. Über das Strafmaß ist noch nicht entschieden worden, weshalb sich Shkreli auf freiem Fuß befand.

Am bekanntesten ist der Ex-Pharma-Manager jedoch für einen Coup, der nicht vor Gericht verhandelt wurde. Im Jahr 2014 sicherte er sich die Rechte an einem Mittel gegen seltenen, aber lebensgefährlichen Parasitenbefall und erhöhte den Preis pro Tablette anschließend von 13,50 Dollar auf 750 Dollar. Das Medikament wird auch bei der Behandlung von Aids-Patienten genutzt. Die extreme Preissteigerung hatte damals für Entsetzen in der US-Bevölkerung und auch weltweit gesorgt. Shkreli wurde als „meistgehasster Mann des Internets“ bezeichnet.

Quelle:  Handelsblatt Online
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