Spionage, Sabotage, Diebstahl: Jedes zweite Unternehmen Opfer von Kriminalität

Spionage, Sabotage, Diebstahl: Jedes zweite Unternehmen Opfer von Kriminalität

, aktualisiert 21. Juli 2017, 12:09 Uhr
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Experten raten Unternehmen dringend dazu, bei einem Vorfall mit den Behörden zu kooperieren.

Quelle:Handelsblatt Online

Deutsche Unternehmen werden zunehmend durch Sabotage, Spionage und Diebstahl bedroht. Pro Jahr entstehen Schäden von rund 55 Milliarden Euro. Besonders erschreckend: Jedes zweite Unternehmen war schon einmal betroffen.

BerlinEin Schaden von rund 55 Milliarden Euro pro Jahr ist deutschen Unternehmen einer Studie zufolge in den letzten beiden Jahren durch Sabotage, Spionage und Datendiebstahl entstanden. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 Prozent) seien bereits einmal Opfer geworden, teilte der Digitalverband Bitkom am Freitag mit. „Die Studie unterstreicht, dass wir in Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 unser besonderes Augenmerk auf die Abwehr von Spionageangriffen auf die deutsche Wirtschaft richten müssen“, sagte Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Maaßen sprach sich für einen ganzheitlichen und nachhaltigen Schutz aus. Dazu gehörten nicht nur Maßnahmen in der IT, sondern auch entsprechende Pläne in der Organisation, beim Personal und der allgemeinen Sensibilisierung. „Wichtig ist aber auch die intensive Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Behörden sowie den Behörden untereinander.“ Wie die Studie ermittelte, schaltet aber nicht einmal jedes dritte betroffene Unternehmen (31 Prozent) bei einem entsprechenden Vorfall staatliche Stellen ein.

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„Nur wenn Unternehmen Angriffe melden, können die Sicherheitsbehörden ein realitätsnahes Lagebild erstellen und Abwehrstrategien entwickeln“, sagte Maaßen. Von den Unternehmen, die überhaupt staatliche Stellen eingeschaltet haben, wandten sich demnach 84 Prozent an die Polizei, 57 Prozent informierten die Staatsanwaltschaft. An die Datenschutz-Aufsicht oder an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, das sich als erste Anlaufstelle für solche Vorfälle versteht, wendeten sich lediglich jeweils nur 15 Prozent der Unternehmen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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