Öko-Limo: Zukunft von Bionade wird geprüft

Öko-Limo: Zukunft von Bionade wird geprüft

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Der Konkurrent Landwert Bio Premium hatte eine einstweilige Verfügung gegen die Bionade GmbH aus dem unterfränkischen Ostheim erwirkt. Grund: Eine EG-Verordnung schreibt nach Auffassung des Mitbewerbers vor, dass mit einem Gehalt an Magnesium oder Kalzium nur geworben werden dürfe, wenn in dem fraglichen Produkt Mindestmengen dieser Mineralstoffe vorhanden seien

Experten der Privatbank Sal.Oppenheim prüfen derzeit das Geschäft von Rhönsprudel. Juwel des Getränkeherstellers ist die Mehrheit an der Kultlimo Bionade, die nun an Coca Cola verkauft werden könnte. Doch die Eigentümer dementieren.

Die Eigner des Bio-Limonade-Hersteller Bionade wehren sich gegen Verkaufsgerüchte. „Meine Familie hatte und hat keine Ambitionen, sich von der Bionade zu trennen, denn das käme einem Verkauf der Seele des Unternehmens gleich“, erklärte Geschäftsführer Peter Kowalsky am Montag. „Ein Verkauf ist derzeit nicht geplant“, sagte auch Manfred Ziegler, Geschäftsführer des Mehrheitseigners RhönSprudel, und wies damit anderslautende Medienberichte zurück.

Rhönsprudel ist seit 2004 mit 51 Prozent am deutschlandweiten Vertrieb von Bionade beteiligt. Rhönsprudel-Besitzer Egon Schindel hatte damals dem vor der Insolvenz stehenden Getränkeproduzenten ein Darlehen von 380.000 Euro gewährt. Als Sicherheit bekam Schindel die Beteiligung, die allerdings bis zum Jahr 2025 befristet ist.

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Die restlichen 49 Prozent der Bionade-Anteile liegen bei der Gründer-Familie Leipold/Kowalsky. Ihr gehört auch noch das komplette internationale Geschäft des Bio-Limonade-Herstellers. Die „Lebensmittel-Zeitung“ hatte am Freitag berichtet, RhönSprudel wolle seinen Mehrheitsanteil an Bionade verkaufen und dabei bis zu 70 Millionen Euro erzielen.

Zukunftsoptionen für Bionade werden geprüft

„Diese Zahl ist völlig aus der Luft gegriffen“, sagte Ziegler. Wie die Nachrichtenagentur Reuters aber von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person erfuhr, hat RhönSprudel die Investmentbank Sal. Oppenheim eingeschaltet, um verschiedene strategische Optionen für Bionade zu sondieren. Am Ende des Prozesses könnten eine Partnerschaft, eine Beteiligung eines Investors oder ein Verkauf stehen, hieß es.

Ziegler sagte dagegen, der Getränkekonzern, zu dem noch Marken wie SpreeQuell, Bad Liebenwerda oder Bauer-Fruchsäfte gehören, habe die Luxemburger Privatbank damit beauftragt die Optionen für den gesamten Konzern zu sondieren. „Wir suchen nach Möglichkeiten, das Verbreitungsgebiet zu vergrößen und alle Marken zu stärken.“

Für Bionade lotet Ziegler nach eigenen Angaben gemeinsam mit der Gründerfamilie bereits seit über einem Jahr die Möglichkeit einer Vertriebskooperation für die Marke in Deutschland aus. „Wir könnten viel mehr verkaufen, wenn wir ein breit gestreutes Distributionsnetz hätten“, sagte er.

Erfolglose Konkurrenzmarke von Coca-Cola

Bislang wird die Bio-Limo in Deutschland von der Bionade GmbH vertrieben. Fündig wurde man bislang aber nicht. Ziegler sagte, Gespräche würden derzeit nicht geführt, auch nicht mit dem Getränkeriesen Coca-Cola, der in Medienberichten wiederholt als Interessent für Bionade genannt worden war.

Coca-Cola hatte auf den von Bionade begründeten Getränketrend in Deutschland mit der neuen Marke The Spirit of Georgia reagiert. Doch damit konnte der Getränkeriese keinen durchschlagenden Erfolg erzielen. Auch das Image ist auffallend schwach und im Branchenvergleich weit hinter Bionade zurück. 

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