Übernahme durch PSA: Neumann will Opel-Chef bleiben

Übernahme durch PSA: Neumann will Opel-Chef bleiben

, aktualisiert 15. März 2017, 14:09 Uhr
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Unter General Motors musste Opel sich auf den Märkten USA und China zurückhalten. Nun will der Autobauer erstmal wieder in Europa seine Marktstellung verbessern.

Quelle:Handelsblatt Online

Auch nach der Übernahme durch PSA will Karl-Thomas Neumann an der Opel-Spitze bleiben. Einen möglichen Einstieg des Autobauers auf dem chinesischen Markt sieht der Manager allerdings skeptisch.

HamburgOpel-Chef Karl-Thomas Neumann will auch nach dem Zusammenschluss mit Peugeot an der Spitze des Rüsselsheimer Autobauers bleiben. „Ich stehe ganz klar dafür, dass wir hier etwas aufbauen, das Zukunft hat“, sagte der Manager der Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview. Da sei es für ihn wichtig, vor den Mitarbeitern zu stehen und Führung zu zeigen. „Das habe ich bisher getan und tue das auch weiterhin.“ Mit Peugeot-Chef Carlos Tavares verstehe er sich gut.

Neumann, der Opel seit 2013 leitet, zeigte sich zuversichtlich, dass die bisherige GM-Tochter mit dem Blitz als Logo unter der Übernahme durch den französischen Konzern PSA Peugeot Citroen nicht leiden werde. Die beiden Marken würden nicht ähnlicher. Peugeot will im Zuge des Zusammenschlusses bei Fahrzeugen vermehrt die gleiche Technik einbauen, um die Kosten zu senken.

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Skeptisch äußerte sich Neumann, der vor seiner Zeit bei Opel das China-Geschäft von Volkswagen geleitet hatte, über die Chancen von Opel in der Volksrepublik. In China eine neue Marke einzuführen, verlange sehr hohe Investitionen. „Der chinesische Markt ist nicht mehr das Allheilmittel, um die Probleme auf anderen Märkten zu kurieren.“ Für Opel gehe es erst mal darum, in Europa nachhaltig Gewinn zu machen.

General Motors hatte seine Europa-Tochter Opel an der kurzen Leine gehalten und Opel den Verkauf von Autos in den USA und China – den beiden größten Pkw-Märkten der Welt – aus Angst vor hauseigener Konkurrenz untersagt. Nachdem absehbar war, dass Opel auch nach 16 Jahren rote Zahlen schreiben würde, beschlossen die Amerikaner, sich aus dem Europageschäft zurückzuziehen. Mit der Übernahme von Opel steigt Peugeot in Europa zum zweitgrößten Autobauer nach Volkswagen auf.

Quelle:  Handelsblatt Online
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