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10 Kommentareich denke, dass Griechenland und Japan von der Dimension her nicht zu vergleichen sind. Wenn aber in Japan bereits bei 1,5 % Zinsen 35 % in den Schuldendienst fliesst, wäre ja bereits eine Erhöhung auf sehr moderate 3 % Zinsen faktisch mit einem Staatsbankrott zu vergleichen. ich bin ingenieur - aber wie das gutgehen soll, ist für mich kaum noch abzusehen. Herr Zwegert - fahren Sie nach Tokio !!
Die Japaner können doch froh sein, wenn sie endlich mal ein wenig inflation haben und zwar über einen längeren Zeitraum. ich glaube in diesem Artikel wird ein wenig die Ursache und die Wirkung verwechselt. Die japanische Notenbank hat seit Jahren ihre Nullzinspolitik nicht zuletzt wegen der Deflation betrieben. Es war also keine glückliche Fügung, dass es jahrelang keine inflation gab, ganz im Gegenteil.
Japan ist seit den neunzigern in eine Deflationsspirale gefangen und was das Makroökonomisch bedeutet sollte der Autor eigentlich wissen. Und auch die Gefahr einer langandauernden Deflation sollte ihm nicht verborgen geblieben sein. Nicht Umsonst versucht die EZb die inflation bei 2 % zu halten und nicht bei Null, weil die Deflation einfach zu gefürchtet ist.
Ganz abgesehen davon ist die Verschuldung natürlich ein Problem, aber mit steigender inflation sinkt diese Last natürlich. Kritisch beobachten sollte man allerdings die Auswirkungen auf das asiatische Festland, auf die Länder, die auf ein stabiles Japan angewiesen sind.
Aber Japan per se als Gefahr für die Weltwirtschaft auszumachen halte ich für etwas übertrieben.
MfG FR
Diese ewige Diskussion um inflation in Japan! ist denn das so schwierig zu kapieren!? in Japan gab es keine inflation, da die japanische Nullzinspolitik keine Auswirkung auf den Anstieg der Rohstoffpreise hatte. Rohstoffe sind in Dollar notiert! Steigt jedoch die Dollar-Geldmenge, verwenden viele investoren das Geld, um auf Rohstoffe zu spekulieren (vgl. 2008). Auch aktuell explodieren wieder die Preise der Rohstoffe. Wenn das so weitergeht, kommt die inflation - AUCH in Japan!
Die japanische Notenbank wird im Zweifel einspringen mit "unkonventionellen Maßnahmen", d.h. wie bereits von FED und boE praktiziert, dem direkten Ankauf von Staatsanleihen oder aber der faktisch gleichen Maßnahme, Zentralbankgeld sehr lang gegen Hinterlegung von Staatsanleihen zu vergeben. Letztere AKtion macht die Zentralbank übrigens erpressbar, weil sie damit die Politik des billigen Geldes quasi ewig fortschreiben muss, um nicht den Anleihemarkt kollabieren zu lassen und eine inflation anzustoßen. Aber: Da Japan nach wie vor eine funktionierende Volkswirtschaft hat, dürfte es zumindest keine Hyper-inflation geben. Für den japanischen Finanzminister würden schon Raten um die 7 % reichen, um sich relativ schnell zu entschulden - vorausgesetzt, er schafft es, seinen Haushalt auszugleichen...
Das Dahinsiechen von Japan kann sich noch über viele Jahre hinziehen, ohne das es zu einem Knall kommen muß. Japan ist ein Fall für sich. Wir sollten nur mal hinsehen, wie lange so ein Siechtum dauern kann. Wenn es demnächst knallt, dann ist die Gefahr in China mit seinen überhitzten Märkten viel größer.
Der Autor hat einiges durcheinander gebracht! Eine hohe inflation könnte nur erreicht werden, wenn massig frisch gedruckte Yen-Noten an die bevölkerung verteilt werden. Mit dem exzistirenden Geldsystem ist das allerdings nicht möglich! Das funktioniert nur über Kreditaufnahme und Verschuldung von Unternehmen oder bürgern. Die haben aber keinen bock dazu. inflation kann somit nur durch Niedrigzinspolitik und durch einen stärker konsumierenden Staat (der die Nachfragelücke der bevökerung und Wirtschaft schließt) erreicht werden. Das hat Japan die letzen zwei Jahrzente versucht, ohne etwas zu erreichen außer Schulden aufzutürmen. Um in Zukunft eine inflation zu haben, müsste also auf der Angebotsseite was passieren, also inländische Kapazitäten stark abgebaut und gleichzeitig der Yen stark abgewertet werden um importe zu verteuern. Das kann ich mir nicht vorstellen. Falls es eine inflation geben würde wäre das aber natürlich durchaus positiv für Japan (Schuldeninflationierung). Der Artikel ist daher Nonsens!
"Japan schaffte es, ... Geld in den Markt zu pumpen, ohne dass die inflation gestiegen wäre."
Das ist Nonsens - inflation ist der begriff fuer steigende Geldmenge (lat. "inlare" = aufblaehen).
Was Sie schreiben ist, dass es Japan gelang, die Geldmenge aufzublaehen, ohne dass die Geldmenge zugenommen haette.
Was Sie MEiNEN, ist, dass die Preise nicht gestiegen seien. Das koennen Sie aber nicht wissen, da dazu ALLE Preise ALLER Gueter und Dienstleistungen und ALLE Anlageklassen GEWiCHTET mit ihrer Nachfrage/dem Umsatz PROZENTUAL ins Verhaeltnis gesetzt werden muessten. Das schafft keine Statistikbehoerde, die gerade mal ein paar hundert aus MiLLiARDEN Datensaetzen erhebt.
DARUM ja ist die "housing bubble" in USA unbemerkt geblieben (von Greenspan und bernanke, die weg-, nicht von denen, die hingeschaut haben, weil sie nicht zum zudem hedonistisch schen gerechneten "Warenkorb" gehoerte).
Es ist unuebersehbar, dass die japanische Aktien- und immobilienblase vor zwanzig Jahren zusammengebrochen sind, und dass seither die Japaner keine nennenswerten investitionen getaetigt haben ausser in Staatsanleihen - der Schock sass zu tief.
GENAU dort ab er ist ja eben die infation: in dem Ankauf von Staatsanleihen, die kein Mensch mit normalem Verstand kaufen wuerde, wenn sie jedesmal, selbst ihre Zinsen, durch neue refinanziert werden muessen. Das gelingt nur einem Staat wie dem japanischen, dessen Einwohner ihn immer noch fuer goettlicher Abkunft halten wie viele auch heute noch den Tenno. Eine Goetterdaemmerung wird auch diese Anomalie beseitigen.
Die inflation spielt sich also vor ihren Augen ab, Sie aber schielen auf die Konsumpreise - Greenspan und bernanke lassen gruessen, zusammen mit den Statistikern von Schilda und den Medien ...
Der Zusammenbruch der japanischen Waehrung und damit des Staates steht bevor, WEiL die inflation und die Staatsverschuldung den "point of no return" ueberschritten haben.
inflation hin oder her, Geld geliehen erhält nur, wer entweder hohe Zinsen zahlt oder eine hervorragende bonität besitzt. Da Japan es sich nicht erlauben kann hohe Zinsen zu zahlen ist jeder Zweifel an der bonität - und dafür kann es verschiedene Gründe/Anlässe, wie dargestellt geben - potentieller Auslöser einer Krise. Dass diese Krise wiederum auch einen Dominoeffekt haben wird, daran bestehen angesichts der weltweiten Verflechtungen kaum Zweifel. Es besteht also eine der Klimakrise vergleichbare Ausgangssituation, dass nur ein gemeinschaftliches Handeln die Krise abwenden kann. bsp. ist die chinesische Ausweitung der Konjunkturprogramme, die letztlich alle anderen Staaten - die dazu noch in der Lage sind - zwingt nachzuziehen, um keinen Wettbewerbsnachteil zu erleiden. Anderes würde nur gelten, wenn chinesische konjunkturprogramme ausländische Lieferanten ebenfalls stützen würden. Der import China's ist jedoch in der Krise überproportional geschrumpft, weshalb mir die positive Resonanz hierauf in der westlichen Presse unverständlich ist.
man sieht also, schon bald , sehr bald müssen sich die Notenbanken etwas einfallen lassen und die Politik auch ..... wenn das mit der Verschuldung nicht mehr klappt , bleibt eigentlich nur die Pleite -- die will aber keiner --- die banken nicht und die Politik schon gar nicht ----was bleibt ? Ja klar : Einfach noch mehr Geld drucken und das massiv und schon sind die Staatschulden bald weg .... natürluich muss man dabei geschickt vorgehen , aber an 10 bis 15 % inflation werden sich die bürger gewöhnen müssen ...... leider ist das so ....
Wieso ist es so schwer zu begreifen (fuer Japans Politiker, Waehrungs"hueter" und alle, die in Versuchung stehen, es ihnen nachzumachen), dass etwas, das 20 Jahre lang nicht funktioniert hat (misslungene Ankurbelung der Wirtschaft mit Keynesianischen Methoden reinsten Wassers), sondern, preisinflationsbereinigt, zu einer Verarmung der bevoelkerung gefuehrt hat (wenn man alle Preiskategorien, auch immobilien, Aktien etc., beruecksichtigt, was der Lebenshaltungs"kosten"index wohlweislich nicht tut!) und zur heillosen Ueberalterung (Roboter im Altersheim!) nur noch im Staatsbankrott (http://crisismaven.wordpress.com/2010/02/08/bloom-of-doom-v-we-have-control-of-the-ship-we-have-a-plan/) enden kann, weil alles, was moeglicherweise an bevoelkerung und Wirtschaftswachstum ueberhaupt noch nachfolgen KANN, nie und nimmer mehr ausreichen wird, um die Schulden wieder auf ein Mass zurueckzufuehren, das nicht mit einer gnadenlosen insolvenz oder mit Hyperinflation enden muss? Wenn Ratingagenturen solche Laender ueber Junkniveau bewerten, sind sie nicht ernst zu nehmen, was ein bedenkliches Licht auf ihre Einschaetzung saemtlicher anderer Anlageklassen wirft!
Kommentare zu: Ist Japan der nächste Krisenherd?
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