Digitale Bildung braucht ein Update: Das digitalste in der Schule sind die Pausen

Digitale Bildung braucht ein Update: Das digitalste in der Schule sind die Pausen

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Studie: Deutsche Schüler lernen zu wenig mit und über Computer.

Statt Computern sind an deutschen Schulen Kreide, Atlas und Bücherei die Lernmittel der Wahl. Eine Wirtschaft, die Techniker und Informatiker braucht, sollte technischer Grundlagen nicht zur Privatsache machen.

Beim Umgang von Jugendlichen mit digitalen Geräten klafft in Deutschland eine große Lücke zwischen Kinderzimmer und Klassenraum. „Drei von vier Neuntklässlern nutzen zu Hause fast täglich den Computer, aber nur ein Prozent auch in der Schule“, sagte Ortwin Renn, der wissenschaftliche Leiter des am Donnerstag veröffentlichten „MINT-Nachwuchsbarometers 2017“ im Auftrag der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und der Hamburger Körber-Stiftung.

Digitale Kompetenzen sind Privatsache

„In Deutschland erwerben Schülerinnen und Schüler ihr digitales Know-how weitgehend in der Freizeit“, bedauerte Renn. „Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update“, fordern die Experten. So werde in Grundschulen nur wenig mit digitalen Mitteln gelehrt: 20 Prozent der Sechs- bis Achtjährigen hätten regelmäßig Unterricht am Computer oder nutzten ihn in Pausen oder Nachmittagsangeboten.

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Programmieren in SchulenWarum braucht Deutschland eine digitale Bildungsoffensive?

An weiterführenden Schulen seien Lehrinhalte oft lediglich auf Internet-Recherchen (81 Prozent) und Bedienung von Programmen (73 Prozent) ausgerichtet. Technische Grundlagen (36 Prozent) oder das Programmieren von Websites (26 Prozent) würden seltener vermittelt.

Eltern sind oft Technikansprechpartner Nummer eins

„Digital mündig werden Schüler erst, wenn sie die Technik in ihrer grundlegenden Funktionsweise sowie ihrer sozialen und ethischen Dimension verstehen“, hieß es von der Körber-Stiftung.

Dem Report zufolge sind Eltern erster Ansprechpartner ihrer Kinder, wenn es um den Umgang mit digitalen Geräten geht. 29 Prozent stoßen laut eigener Aussage aber selbst an Grenzen bei der Gerätenutzung und treffen keine Verabredung, welche Inhalte sich ihre Kinder im Netz ansehen dürfen. Auch Lehrer sind laut Studie keine Technikmuffel, sehen aber Nachholbedarf in der eigenen Digital-Kompetenz.

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