Benzinpreise: Schwacher Dollar dämpft Spritpreise

Benzinpreise: Warum Öl billig und Benzin teuer ist

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Schwacher Dollar dämpft Spritpreise

Blick auf einen Teil der 1997 Quelle: dpa/dpaweb
Blick auf einen Teil der 1997 erbauten TOTAL-Raffinerie (Landkreis Merseburg-Querfurt). Foto: Waltraud Grubitzsch dpa/lah Quelle: dpa/dpaweb

Beim letzten Spritpreis-Hoch im Sommer und Herbst 2008 kostete ein Euro bis zu 1,57 Dollar, heute kauft ein Euro gerade mal 1,40 Dollar.  Rohöl wird an den internationalen Terminmärkten in Dollar gehandelt, der deutsche Autofahrer bezahlt seinen Sprit in Euro.

„Es gibt zwar noch zahlreiche andere Einflussfaktoren, die den Dollar-Effekt teilweise auch konterkarieren, aber ohne den damals schwachen US-Dollar wäre der Benzinspreis 2008 vermutlich schon durch die Schallmauer von zwei Euro gegangen“, sagt Wiek vom Energie-Informationsdienst.

Dass der Euro auf absehbare Zeit zu seiner alten Stärke zurückfinden wird, ist indes unwahrscheinlich; die anhaltende Angst um eine Staatspleite im Euroraum, etwa Griechenlands, oder gar ein mögliches Ende der Gemeinschaftswährung dürften den Euro gegenüber dem Dollar weiterhin drücken; außerdem ist der Euro nach Meinung vieler Währungsexperten nach der langen Dollar-Schwäche der vergangenen Jahre fundamental ohnehin noch zu teuer. Sollte die Nachfrage nach Benzin weiter steigen, dürfen sich die deutschen Konsumenten jedenfalls nicht darauf  hoffen, von den Wechselkursen erneut große Unterstützung zu erhalten.

Benzinpreis bald bei 2,00 Euro?

Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank geht davon aus, dass der Ölpreis längerfristig über 100 Dollar liegen wird. "Langfristig rechne ich mit steigenden Ölpreisen. Dafür sorgen vor allem die Unruhen und Aufstände im Nahen Osten und Nordafrika.“

Die Lagerbestände sind dabei komfortabel: Das frühe Winterende und das Erdbeben in Japan haben die Ölnachfrage etwas gedämpft. Und mit der Korrektur der Rohstoffpreise im Mai hat der Rohölpreis seinen Höhenflug vom April bis auf 126 Dollar je Barrel erst einmal beendet.  Auch Förder-Engpässe sind nicht zu erwarten.

Doch nimmt man alle Effekte zusammen – Raffinerie-Margen, Euro-Dollar-Kurs und saisonal steigende Nachfrage nach Benzin in den Frühjahrs- und Sommer-Monaten, müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn der Benzinpreis nicht weiter steigen soll.

73 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 06.01.2012, 09:57 UhrAnonymer Benutzer: arne

    60.000 KM im Jahr und dann Super Benzin statt Diesel fahren? Selbst Schuld!

  • 08.11.2011, 22:18 UhrAnonymer Benutzer: Constantin74

    Ich finde den Artikel, wie auch die Kommentare für irreführend und lenken vom Wesentlichen ab! Was unser Staat verdient ist zwar ärgerlich, aber bleibt in unserem Land und wird auch benötigt(siehe Staatsverschuldung, die uns allen betrifft!) Aber der Gewinn der Ölkonzerne, die ausländische Unternehmen sind, das sollte uns viel mehr ärgern und deren Machtkomprimierung, die sie dazu nutzen, dass kaum Schlagzeilen in der Presse erscheinen!Der Staat irrt sich nur darin, die Ölkonzerne als indirekte Steuereintreiber zu dulden und die Bürger darin nicht die Ölkonzerne zu boykotieren und nur bei Freien Tankstellen zu tanken! (nicht dass das viel ändern würde, aber es würde durchaus die Preistreiberei hemmen bis ernsthafte Alternativen auf dem Markt kommen würden!

  • 26.05.2011, 10:53 UhrAnonymer Benutzer: Russenbenzin

    Gerüchten zu Folge sind bereits einige benzinzüge für freie Tankstellen im Gespräch. Manchmal fehlt der Wirtschaft nur der Mut zur Lücke.

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