Börse: Frankreich, Italien, Dänemark mit Chancen und Schrecken

GastbeitragAktienmarkt-Ausblick 2017: Europäische Nachbarn mit Chancen und Schrecken

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Italien, Frankreich, Dänemark: Das bieten Europas Aktienmärkte.

Ein Satz von US-Präsident Donald Trump genügt, um Börsenkurse zu bewegen. Aber wie steht es um unsere europäischen Nachbarn, wie sind dort die Aussichten für Anleger? Ein Blick auf Frankreich, Italien und Dänemark.

US-Präsident Donald Trump wird wohl die staatliche Regulierung einschränken, die Steuern senken und in Infrastruktur investieren möchte. Das lässt so manche US-Aktie kräftig steigen. Keine Frage, Trump sorgt auch nach dem positiven "Trump-Effekt" vor seinem Amtsantritt für viel Bewegung und auch Unsicherheit an den Börsen.

Denn gegen eine freundliche Entwicklung der US-amerikanischen Börsen spricht, dass aufgrund der politischen Wende die protektionistische Tendenzen den internationalen Handel bremsen und ein größeres Haushaltsdefizit zu erwarten sind. Dass er die amerikanische Gesundheitsversorgung Obamacare umkrempeln will, lässt sogar die Aktien der Schweizer Pharmaaktien fallen.

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Darüber hinaus dürfte die sukzessive Erhöhung der Leitzinsen die Gewinne der US-Wirtschaft dämpfen. In den Vereinigten Staaten werden im Jahr 2017 mindestens zwei weitere Zinserhöhungen erwartet.

Völlig anders stellt sich die Situation in Europa dar. Die europäischen Exportnationen - allen voran Deutschland – werden von den höheren Staatsausgaben der USA, einer verbesserten Stimmung in vielen anderen Ländern und der weiterhin lockeren Zinspolitik in der EU und der damit verbundenen stärkeren Nachfrage profitieren. Auch wenn der Dax in 2017 ein gutes Pflaster für die Kapitalanlage darstellen dürfte: Wie sieht die Entwicklung der Börsen unserer europäischen Nachbarn im kommenden Jahr aus?

Wenn man renommierten Finanzmarkt-Experten glauben darf, besitzen Investoren zwar nicht berauschende aber durchaus gute Chancen auf dem europäischen Aktienmarkt. Denn der Erholungskurs der Börsen der Welt, der sich seit Mitte des Jahres 2016 abzeichnet, hat weiterhin Bestand. Drei Nachbarstaaten Deutschlands sehen wir uns daher mal etwas genauer an.

Frankreich – volle Konzentration auf die Neuwahlen im Mai 2017

Frankreich ist hinter Deutschland die zweitgrößte Volkswirtschaft der Währungsgemeinschaft. Und auch hier hat sich die allgemeine Lage sichtlich aufgehellt. Der französische Leitindex CAC 40 hat vor allem wegen einer sehr guten Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte im Jahr 2016 um knapp sechs Prozent zugelegt. Damit erreichte das französische Pendant zwar nicht ganz die gleichen Zuwachsraten wie der Dax, der neun Prozent zulegen konnte, performte aber deutlich besser als der Euro Stoxx 50, der nur knapp zwei Prozent zulegen konnte.

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Spannend wird es im Mai des kommenden Jahres. Dann nämlich wird in Paris nach den Wahlen um das höchste staatspolitische Amt ein neuer Präsident vereidigt. Und dabei scheint François Fillon aus dem bürgerlich-konservativen Lager die besten Karten zu haben, die in Umfragen knapp vor ihm liegende Marine Le Pen vom Front National zu stoppen, zur Not mit Hilfe der Linken. . Die wirtschafts-liberale Strategie des ehemaligen Premierministers in der Kurzfassung: Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen soll verbessert werden.

Abgesehen davon, dass Fillon die Staatsverschuldung senken möchte, verspricht er Steuererleichterungen für die Unternehmen des Landes in Höhe von 40 Milliarden Euro. Hiervon sollten vor allem im CAC 40 notierte Gesellschaften wie Total, Sanofi oder BNB Paribas profitieren. Anleger, die die Chancen der französischen Wirtschaft als aussichtsreich einschätzen, können in bestimmte Einzelwerte investieren oder sich bei aktiv gemangten Fonds wie dem Edmond de Rothschild Tricolore Rendement CR (WKN A12F9X) oder dem JPM France Equity Fund A (WKN A1JWYW) engagieren. Günstiger geht dies nur noch mit ETFs mit Schwerpunkt Börse Frankreich wie bei dem db x-trackers CAC 40 UCITS ETF (WKN DBX1AR) oder dem AMUNDI ETF CAC 40 (WKN A0RADL).

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