Börse Frankfurt : Dax steht vor einer Verschnaufpause

Börse Frankfurt : Dax steht vor einer Verschnaufpause

, aktualisiert 14. Februar 2017, 07:20 Uhr
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Anleger schauen heute vor allem auf die Autowerte.

Quelle:Handelsblatt Online

Den hohen Kursgewinn vom gestrigen Montag wird der deutsche Aktienindex zunächst verdauen müssen und dürfte im Minus starten. Doch viele aktuelle Markteinschätzungen von Chefstrategen sind sehr positiv.

FrankfurtDie andauernde Rekordlaune an der Wall Street hat am gestrigen Montag auch den Dax beflügelt. Der deutsche Leitindex arbeitete sich am Montag schrittweise nach oben und schloss 0,9 Prozent höher bei 11 774 Punkten. Damit steht der Dax wieder so hoch wie vor zwei Wochen. Zwischenzeitlich lag der Index über der Marke von 11 800 Zählern, mit 11 812 Punkten markierte er ein neues Jahreshoch.

Heute dürfte das deutsche Börsenbarometer zunächst eine Verschaufpause einlegen. Vorbörslich notiert der Index bei 11 760 Zählern und damit gut 15 Punkte unterhalb des gestrigen Schlussstandes.

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Passend zur Tagestendenz fielen gestern auch viele aktuelle Markteinschätzungen eher positiv aus. „Steigende Gewinntrends bleiben der wichtigste Unterstützungsfaktor für die Aktienmärkte“, urteilte beispielsweise Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers. Ganz ähnlich bewertet Lukas Daalder, Chefstratege bei der Fondsgesellschaft Robeco, die Lage: „Die Konjunkturdaten sorgen beständig für positive Überraschungen und weisen auf eine wachsende Dynamik hin“, erkennt er.

Daalder stellt auch die Verbindung zum neuen US-Präsidenten her, der die politischen Schlagzeilen und darüber hinaus die Börsenkommentare vieler Analysten beherrscht. Donald Trump gebärde sich zwar geräuschvoll. Dies schlage jedoch nicht unmittelbar auf Unternehmensgewinne und Wirtschaftswachstum durch. Fazit des Robeco-Mannes: „Was zählt, ist die Wirtschaft.“

Auch Börsenexperte Stephan Heibel, der die wöchentliche Handelsblatt-Umfrage zur Börsenstimmung auswertet, ist optimistisch: „Mittelfristig dürfte sich der vorherrschende Pessimismus stützend auf die Aktienmärkte auswirken. Ich erwarte für die kommenden Monate weiter steigende Kurse.“

Die Aussicht auf Geldgeschenke in Form niedrigerer Steuern trieb gestern die Wall Street auf immer neue Höhen. Der Dow Jones Industrial stieg am Montag auf eine Bestmarke bei 20 441 Punkten. Zum Handelsschluss stand noch ein Plus von 0,70 Prozent auf 20 412,16 Zähler zu Buche.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,52 Prozent auf 2328,25 Punkte nach oben und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,58 Prozent auf 5256,82 Zähler. Beide Indizes waren im Verlauf ebenfalls so hoch gestiegen wie nie zuvor.

Nach der jüngsten Rally hat die Tokioter Börse am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt. Die Anleger hielten sich vor dem Auftritt der US-Notenbankchefin Janet Yellen im Bankenausschuss des Senats zurück, sagten Händler. Sie erhofften sich Hinweise auf den Zeitpunkt und das Tempo der nächsten Zinserhöhung in den USA. Der Leitindex Nikkei gab bis zum Mittag 0,1 Prozent auf 19.432 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,2 Prozent auf 1551 Zähler.


Die heutigen Termine

Zahlreiche Konjunkturdaten werden die Märkte am Dienstag beschäftigen. So werden Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt in Deutschland und der Euro-Zone Aufschluss darüber geben, wie stark die jeweilige Wirtschaft im vierten Quartal 2016 gewachsen ist. Im dritten Quartal hatte das Plus in Deutschland bei 0,2 Prozent gelegen. Die Wirtschaft der Euro-Zone legte um 1,8 Prozent zu. Der Index des Forschungsinstituts ZEW gibt einen Ausblick: Er misst monatlich die Konjunkturerwartungen von Börsenexperten für Deutschland und die Euro-Zone. Zuletzt waren beide Werte gestiegen.

Und die Schweizer Großbank wird am Dienstag die Bilanz für das Geschäftsjahr 2016 vorlegen. Analysten erwarten einen Verlust von 2,1 Milliarden Franken. Ursache ist die teure Einigung mit den US-Justizbehörden im Streit um Hypothekendarlehen. Dafür hatte das Geldhaus seine Rückstellungen um einen ähnlich hohen Betrag aufstocken müssen.

Die Aktie des Reisekkonzerns Tui steht im Fokus der Investoren: In den vergangenen Wochen kaufte der russische Oligarch Alexej Mordaschow kräftig Aktien des Reisekonzerns Tui hinzu - und hält nun 22 Prozent. Was dahintersteckt, dürfte heute Thema auf der Hauptversammlung in Hannover sein. Die Stimmung nach dem ersten Quartal, das Ende Dezember endete, wird dennoch verhalten sein. Der eingebrochene Kurs des britischen Pfunds, in dem Tui einen großen Teil der Erlöse einfährt, könnte das Ergebnis unter den Vorjahreswert gedrückt haben. Analysten rechnen mit einem Verlust je Aktie von 34 Cent - nach minus 30 Cent im Vorjahr. Im Winter schreiben nahezu alle Reiseveranstalter rote Zahlen.

Im US-Rechtsstreit um manipulierte Abgaswerte bei VW lässt Richter Charles Breyer einmal mehr die Anwälte der Streitparteien zu einer Statuskonferenz antreten. Breyer will bekanntgeben, ob er den von VW und dem Zulieferer Bosch mit Zivilklägern ausgehandelten Vergleichen vorläufig zustimmt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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