China-Folgen: Dax startet nach Kursbeben einen Erholungsversuch

China-Folgen: Dax startet nach Kursbeben einen Erholungsversuch

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Nach den Kursverlusten der vergangenen Woche bleiben viele Händler zaghaft.

Die erste Handelswoche an der Börse war so schlecht wie selten zuvor verlaufen. Geht es in der zweiten Woche aufwärts? Die Anleger scheinen unentschlossen.

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Montag nach dem Kursrutsch der vergangenen Woche wieder aus der Deckung gewagt. Die fortgesetzte Talfahrt der Börsen in China rückte zunächst in den Hintergrund. Der Dax stieg nach zwischenzeitlichen Verlusten bis zum frühen Nachmittag um 0,94 Prozent auf 9942,35 Punkte.

Der ebenfalls gebeutelte Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 erholte sich zum Wochenstart um rund 1 Prozent. Hierzulande gewann der MDax der mittelgroßen Werte 0,33 Prozent auf 19 385,40 Punkte, während es für den TecDax um 1,09 Prozent auf 1706,30 Zähler abwärtsging; auf dem Technologiewerte-Index lastete ein Kursrutsch des Index-Schwergewichtes Qiagen.

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Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

  • Immobilienblase

    Seit Jahren schießen die Immobilienpreise in Chinas Großstädten in ungeahnte Höhen - seit Monaten mehren sich jedoch Zeichen für einen Kollaps.

  • Schattenbanken

    Neben den trägen Staatsbanken hat sich in China ein großer Markt von nicht-registrierten Geldinstituten etabliert, die der Staat bislang nicht kontrollieren kann.

  • Faule Kredite

    Banken haben ohne genaue Prüfung Firmen immense Kredite für unproduktive und verschwenderische Investitionen gegeben.

  • Überkapazitäten

    Mit Subventionen der Regierung haben viele Branchen gewaltige Überkapazitäten aufgebaut, beispielsweise die Solarindustrie. Aber sie werden ihre Produkte nicht los.

  • Internationale Krisen

    Chinas Wirtschaft hängt vom Export ab. Geraten wichtige Abnehmerländer in Krisen, hat auch China Probleme.

Einige Investoren seien wohl auf Schnäppchenjagd gegangen, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. So war der Dax in der vergangenen Woche im Sog eines Kurseinbruchs an den Börsen Chinas sowie von Sorgen um das Wirtschaftswachstum des Landes um mehr als 8 Prozent abgesackt. Die Aktien deutscher Autobauer zählten zum Wochenauftakt zu den Gewinnern im deutschen Leitindex. Sie waren in der vergangenen Woche besonders deutlich unter Druck geraten, ist China doch ein sehr wichtiger Absatzmarkt. Daimler- und BMW-Aktien gewannen jeweils mehr als 1 Prozent.

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Die Papiere von Volkswagen verteuerten sich an der Dax-Spitze um rund viereinhalb Prozent. Nach Auskunft eines Konzernsprechers liegen den amerikanischen Behörden inzwischen Lösungsvorschläge für Autos mit manipulierten Abgaswerten vor. Zudem bat VW-Chef Matthias Müller zum Start der wichtigsten US-Automesse in Detroit um Verzeihung für die Manipulationen. Die Papiere des Autozulieferers Hella profitierten als Favorit im MDax mit plus 4,23 Prozent von den Ergebnissen des zweiten Geschäftsquartals. Zusätzlichen Auftrieb lieferte eine Empfehlung der britischen Investmentbank HSBC. Die Analysten zählen Hella im ersten Halbjahr 2016 zu ihren Favoriten in Deutschland und Österreich.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,42 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 140,18 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,26 Prozent auf 159,39 Punkte. Der Kurs des Euro legte etwas zu: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0888 (Freitag: 1,0861) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9184 (0,9207) Euro.

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