Daytrader: Kongress der Börsenzocker

Daytrader: Kongress der Börsenzocker

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Mehr als 120 Männer und wenige Frauen sind aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und sogar aus Aserbaidschan gekommen, um unter anderem dem Daytrader Jörg Schmidt auf die Finger zu schauen.

Die meisten Daytrader verrichten ihre Börsengeschäfte ohne Öffentlichkeit im Schutz ihrer Privaträume. Was passiert, wenn sich 120 Börsenvernarrte zum Anlegerkongress mit Profis treffen.

„Zocker“, sagt Hermann Kutzer, „ist kein schlechtes Wort.“ Der Journalist und langjährige Börsenkenner hat recherchiert. Das Wort hat ihm zufolge seinen Ursprung im Jiddischen und Hebräischen und bedeute vielmehr „lächelnder Spieler“. Betrachtet man die fünf Trader, die mit ihm auf dem Podium sitzen, trifft das sogar ein wenig zu. Dennoch ist „Zocker“ spätestens seit Finanzkrise und Occupy-Bewegung nicht unbedingt eine schmeichelhafte Bezeichnung. Und sie verzerrt die Tatsache, dass Daytrader, die ihre Positionen an den Börsen innerhalb des gleichen Tages wieder schließen, ebenso eine Anlagestrategie brauchen, wie langfristig orientierte Anleger.

Um nicht weniger als die optimale Anlagestrategie für Daytrader ging es auch auf der Geburtstagsparty des Online-Brokers FxFlat im Düsseldorfer Hilton Hotel vor ein paar Tagen. Zum fünften Geburtstag der Handelsplattform konnten sich 120 Börsenbegeisterte Tricks von fünf Profis der Szene abschauen.

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Noch lächeln Birger Schäfermeier, Carl Wilhelm Düvel, Giovanni Cicivelli, Philipp Schröder und Jörg Schmidt. Entspannt klicken sie auf den Börsenseiten auf ihren Bildschirmen herum, scrollen durch Kurse und Nachrichten und blicken wieder freundlich zu den Zuschauern. Mehr als 120 Männer und wenige Frauen sind aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und sogar aus Aserbaidschan gekommen, um ihnen auf die Finger zu schauen. Sie wollen erleben, wie live an den globalen Märkten gehandelt wird. Und zwar „von den besten Tradern Deutschlands“, wie Rafael Alexander Neustadt, Vorsitzender von FxFlat, beteuert.

Die Uhren über den Türen des Hotelsaals springen auf 15 Uhr. Es geht los. Schlagartig schwindet das Zocker-Lächeln der Trader, sie legen die Stirn in Falten und blicken konzentriert auf ihre Kursanzeigen. Die Köpfe rauchen, die Anspannung ist spürbar. Mit wenigen Klicks und ein paar Eingaben steigen sie in den Handel ein. Danach greifen die Trader zum Mikro und erklären, was sie gehandelt haben und warum. Die Zuschauer hören aufmerksam zu und schreiben mit. Viele von ihnen bezeichnen Traden als ihr Hobby.

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