Musterdepots: Den Anlegern fehlt das Geld

Musterdepots: Den Anlegern fehlt das Geld

, aktualisiert 21. Juni 2017, 17:36 Uhr
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Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Ulf Sommer schaut heute auf den Ölpreis und erklärt, was hinter fallenden Kursen steckt.

Ulf Sommer, Handelsblatt

Kaum erreicht der Dax schon wieder ein Allzeithoch, da verlässt Anleger der Mut und sie machen Kasse. Der niedrige Ölpreis sei schuld, schreiben die Finanzagenturen. Woher sie das wissen, schreiben sie nicht. Im Ernst: Nach acht Jahren Hausse und den vielen Allzeithochs fehlt Anlegern nicht der Mut, sondern es fehlt an neuem Geld, das an die Märkte fließt. Deshalb gibt es plötzlich etwas mehr Verkäufer als Käufer – und nur deshalb fallen die Kurse um zwei Prozent in zwei Tagen. Und das nicht, weil der Ölpreis um zwei Dollar gefallen ist. Noch Fragen? Aber gern.

Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Aufgrund der fehlenden Renditen bei den Sparanlagen gepaart mit der für Deutschland traditionellen Unbeliebtheit der Aktien erlebt man derzeit in der Bundesrepublik einen regelrechten Run auf Immobilien. Unseres Erachtens bieten jedoch die Dividendenpapiere im aktuellen Umfeld langfristig ein attraktiveres Chance-Risiko-Profil. Wir empfehlen ein diversifiziertes Portfolio, das neben Immobilien und festverzinslichen Anlagen auf jeden Fall einen signifikanten Aktienanteil beinhalten sollte. Wie dieser aufgebaut werden kann, versuchen wir mit unserem langfristigen transaktionsarmen Musterdepot zu zeigen.

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Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Derzeit kommt es bei vielen Unternehmen zu Neuemissionen von festverzinslichen Wertpapieren. Beispielsweise hat der Mineralölkonzern BP mehrere Milliarden Euro einsammeln können. Die Rendite für die achtjährige Laufzeit betrug nur 1,2 Prozent und für die zwölfjährige Laufzeit etwas mehr: 1,7 Prozent. Es verbinden viele Investoren mit BP immer noch die damalige Katastrophe auf seiner Ölbohrinsel „Deepwater Horizon“. BP kostet dieser Umweltverschmutzungsskandal schätzungsweise 20 Milliarden Dollar. Wir investieren aufgrund unseres Nachhaltigkeitsansatzes nicht in BP.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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