US-Notenbank: Fed erhöht Leitzins

US-Notenbank: Fed erhöht Leitzins

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Es wird für Yellen zunehmen schwerer, ihren Kurs fortzusetzen.

Erwartungen getroffen: Die US-Notenbank Fed erhöht zum wiederholten Mal den Leitzins. Mit 0,25 Prozentpunkten mehr liegt das Zinsniveau nun bei 1,0 bis 1,25 Prozent.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat am Mittwoch erneut ihre Geldpolitik gestrafft. Das Leitzins-Zielniveau steigt auf 1,0 bis 1,25 Prozent. Damit geht Notenbank-Chefin Janet Yellen unbeirrt ihren Weg weiter, die Geldpolitik nach den Jahren der Finanzkrise zu normalisieren.

US-Notenbank Was die Zinsentscheidung der Fed bewegt

Die Federal Reserve wird voraussichtlich eine Leitzinserhöhung auf 1,0 bis 1,25 Prozent verkünden, sofern Notenbank-Chefin Janet Yellen unbeirrt ihren Kurse verfolgt. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Folgen.

Nach der US-Notenbanksitzung Anfang Mai Quelle: AP

Die US-Notenbank Fed hat ihre Zinszügel zum zweiten Mal binnen weniger Monate angezogen und noch einen weiteren Schritt in diesem Jahr signalisiert. Die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen erhöhten den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld am Mittwoch um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent. Experten hatten damit gerechnet, da praktisch Vollbeschäftigung herrscht. Zuletzt straffte die Fed die Zinsen im März. Allerdings fiel die Entscheidung auch dieses Mal nicht einstimmig. Das Führungsmitglied Neel Kashkari wollte keine Erhöhung.

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An den Aktienmärkten drehte der S&P 500 nach dem Zinsentscheid ins Plus, der Dow-Jones-Index der Standardwerte erreichte den höchsten Stand des Tages. Der Dollar gab 0,4 Prozent nach.

Mit einer Arbeitslosenquote von zuletzt 4,3 Prozent hat die Fed Vollbeschäftigung praktisch erreicht. Sie strebt als weiteres Ziel eine Inflation von zwei Prozent an. Dabei achtet die Fed besonders auf Preisveränderungen bei den persönlichen Ausgaben der Verbraucher (PCE). In diesem Inflationsmaß werden die schwankungsgreichen Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert. Dieser Wert lag zuletzt allerdings mit 1,5 Prozent noch unter der Zielmarke.

"Allein der fast leer geräumte Arbeitsmarkt rechtfertigt diesen Schritt", kommentierte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner den Fed-Beschluss. Die Konjunktur ziehe im zweiten Quartal auch bereits wieder an. Die schwächelnde Inflation werde wohl ein vorübergehendes Phänomen sein.

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Angesehene Wirtschaftsexperten kritisieren den Kurs der US-Notenbank: Sie befürchten, dass die Fed mit ihren Zinsanhebungen die Konjunktur abwürgt – die sich ohnehin schwächer entwickelt als erwartet.

Joseph Stiglitz: Er und 21 weitere namhafte US-Ökonomen verlangen, dass die Fed ihr Inflationsziel anhebt – was auf den Verzicht weiterer Zinsanhebungen hinausliefe. Quelle: Reuters

Die Notenbank will keine Überhitzung der Wirtschaft riskieren, falls die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Steuerreform und massive Investitionen in die Infrastruktur einen kräftigen Schub bringen sollten. Aus den neuen Prognosen der Währungshüter geht zudem hervor, dass sie für das Jahresende mit einem Zinsniveau von 1,375 Prozent rechnen. Dies würde einem weiteren Schritt nach oben entsprechen. Die US-Notenbank tastete damit ihren bisherigen Zinsausblick für 2017 nicht an.

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