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Energie: Wie Hausbesitzer ihre Energiekosten halbieren können

von Dieter Dürand, Wolfgang Kempkens und Katharina Sekareva

Eis-Winter und Ölpreisanstieg treiben die Energiekosten drastisch hoch. Doch mit innovativer Technik, Minikraftwerken, Erd- und Sonnenwärme können Hausbesitzer die Kosten mehr als halbieren und dem Preisdiktat der Versorger entgehen.

Solarstrom: Noch immer Quelle: ZB
Solarstrom: Noch immer Renditen von acht Prozent und mehr Quelle: ZB
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Gas? Auf gar keinen Fall! „Da fliegt doch fast jede Woche irgendein Haus in die Luft.“ Irmgard Lachenmeyer schüttelt den grauen Schopf, um ihr Veto zu unterstreichen. Doch auch Heizöl war für Ehemann Edmund keine Alternative zur Strom-Nachtspeicherheizung des 125-Quadratmeter-Hauses im rheinland-pfälzischen Braubach.

Dabei waren die Stromfresser in dem Sechzigerjahrebau „völlig veraltet und unwirtschaftlich“, sagt der frühere Berufsschullehrer: „Der Kram musste raus, neue, effiziente Technik her.“ Doch welche? Denn für Tank, Brenner und Speicher einer Ölheizung fehlte im Keller ebenso der Platz wie für den Brennstoffbunker einer mit Holzpellets befeuerten Heizung.

In der Vergangenheit wäre das für Hausbesitzer wie die Lachenmeyers schnell zum Problem geworden. Da reduzierten sich die Optionen bei der Suche nach der geeigneten Heizung auf Öl oder Gas. Inzwischen aber haben die Heizungshersteller einen massiven Innovationsschub vollzogen, ist das Angebot breiter denn je. Heute steht eine Vielzahl höchst flexibler Techniken bereit, Haus oder Wohnung zu heizen, Warmwasser zu liefern und – zumindest zum Teil – sogar Strom zu produzieren.

Auswahl optimaler Technik ist Wissenschaft für sich

Das Angebot reicht von der Wärmepumpe über Solar- und Erdwärmekollektoren bis zum eigenen Minikraftwerk im Keller, das außer Wärme auch Strom produziert. „Heute ist die Auswahl der optimalen Technik zu einer Wissenschaft für sich geworden“, sagt Dirk Mobers, der oberste Experte für energieeffizientes und solares Bauen bei der EnergieAgentur Nordrhein-Westfalen.

Grafik: Anteil erneuerbarer Energien
Grafik: Anteil erneuerbarer Energien

Zumal insbesondere die deutlich gesteigerte Effizienz der Energiezentralen fürs Eigenheim lockt: Denn die längst wieder rapide steigenden Energiepreise für Strom, Öl und Gas treiben immer mehr Immobilieneigner dazu, Wege aus der Kostenfalle zu suchen und dem Preisdiktat der Versorger zu entgehen. Das zeigt sich auch im Beratungsbedarf bei den Energiefachleuten. „Es gibt einen ausgeprägten Wunsch nach Autarkie“, weiß Energieberater Mobers.

In einer exklusiven Auswertung für die WirtschaftsWoche haben die Fachleute der EnergieAgentur NRW daher die Spar- und Effizienzpotenziale der neuesten Energietechnik für daheim analysiert.

Fazit der Experten: Wer die Komponenten geschickt kombiniert, kann bei Neubau oder Renovierung seine Energiekosten gegenüber herkömmlichen Systemen mehr als halbieren. Schon die billigste Variante, der Einbau eines effizienteren Brennwertkessels, senkt die Heizkosten um 21 Prozent. Wer kostenlose Sonnen- und Erdwärme nutzt, kann sogar bis zu 54 Prozent sparen. Da wundert es nicht, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung in den vergangenen drei Jahren von 7,7 auf 9,6 Prozent gestiegen ist.

Ein Trend, der durch den aktuellen Eis-Winter noch verstärkt wird. Denn nach dem Ende dieser Heizperiode landen in Kürze die Energie-Jahresabrechnungen in den Briefkästen. Mietervereinigungen rechnen wegen des strengen Winters mit Aufschlägen von bis zu 30 Prozent. Und Hausbesitzer trifft es nicht minder hart.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 07.04.2010, 16:53 UhrAnonymer Benutzer: Heini

    in der Tat ein ganz schwacher Artikel,der einfach nur die erneuerbaren Energien hypen soll. Vielfach sind moderne Ölheizungen oder brennwertgeräte auf Ölbasis immer noch die wirtschaftlichste Lösung für den durchschnittlichen Eigenheimbesitzer.

  • 19.03.2010, 12:26 UhrAnonymer Benutzer: Skeptiker

    Ein typischer Mainstream-Artikel. Die angeblichen Vorteile von Klima-investitionen werden aufgebauscht. Die erzielten Einsparungen werden überhöht. Die oft sehr hohen investitionskosten bleiben unerwähnt. Und die essentielle Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wird gleich mit eingespart. Von einer objektiven Kosten/Gewinnbilanz nach erfolgter Durchführung darf man nur träumen. Früher nannte man das bauernfängerei. Wer darauf reinfällt ist selbst schuld.

  • 19.03.2010, 11:08 UhrAnonymer Benutzer: Allewetter

    ich habe meinen Gasanbieter gewechselt und zahle jetzt nur noch max. 2/3. Da kommt kein Solar-, Wind-, Erdwärme-, Holzschnitzelprojekt usw. mit.

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