Humorvolle Chefs: Humor ist nicht gleich Humor

Humorvolle Chefs: Ein bisschen Spaß muss sein

Humor ist nicht gleich Humor

Die Wissenschaft unterscheidet zwischen sozialem und aggressivem Humor. „Beim sozialen Humor besitzt der Chef die Intelligenz, in der richtigen Situation das Richtige zu sagen, sodass sich niemand unwohl fühlt“, sagt Bruns. Ironie und Sarkasmus – im schlimmsten Fall noch auf Kosten des Angestellten – bewirken das Gegenteil: Mitarbeiter fühlen sich schlecht, womöglich verletzt – der aggressive Humor drückt aufs Betriebsklima.

Chefs, die unsicher sind, ob sie den richtigen Ton treffen, gibt Bruns eine Faustregel zur Orientierung an die Hand: „Humor ist das, was auch das Gegenüber – also der Empfänger – gut finden muss.“ Den Geschmack aller zu treffen, sei zwar eine Gradwanderung, aber: „Ein guter Chef kennt mit der Zeit die Empfindlichkeiten seiner Mitarbeiter.“

Und in Management-Kursen lernen Führungskräfte anhand von Fallbeispielen, wie sie knifflige Situationen entkrampfen können – beispielsweise durch Humor. Zwar können Chefs in einem gewissen Maß lernen, Humor gezielt einzusetzen. Doch wie gut der Vorgesetzte tatsächlich darin ist, hängt laut Bruns vor allem von seinen sozialen Kompetenzen ab. Die werden einerseits vererbt, andererseits aber auch erlernt.

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Eltern prägen schon in der Kindheit die Einstellungen und Dispositionen ihres Nachwuchses zum Humor. In der Schulzeit machen die Kinder dann die ersten Erfahrungen damit, wie Gleichaltrige auf ihre Art von Humor reagieren, was sozialer oder aggressiver Humor ist, was akzeptabel und was inakzeptabel ist. „Diese Erfahrungen prägen unser Arbeitsleben. Eine humorvolle Persönlichkeit inspiriert und motiviert die Mitarbeiter und öffnet neue, unverzichtbare Kommunikationswege, auch bei sensiblen Themen und in ,schwierigen' Gesprächssituationen mit Mitarbeitern“, weiß Bruns. Egal ob in Unternehmen, in der Verwaltung, in der Politik oder in anderen gesellschaftlichen Organisationen.

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