Außenminister Gabriel: China muss mehr Druck auf Nordkorea ausüben

Außenminister Gabriel: China muss mehr Druck auf Nordkorea ausüben

, aktualisiert 07. Juli 2017, 08:46 Uhr
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Der Bundesaußenminister möchte in der Nordkorea-Krise eine diplomatische Lösung.

von dpa Quelle:Handelsblatt Online

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel fordert nach dem jüngsten Test einer Interkontinentalrakete ein härteres Vorgehen der chinesischen Regierung gegenüber Nordkorea. Ein militärisches Eingreifen will er jedoch vermeiden.

BerlinNach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) mehr Druck von China auf das kommunistische Land gefordert. Die Regierung in Peking müsse dazu beitragen, den Konflikt zu lösen und „die koreanische Halbinsel von Atomwaffen zu befreien“, sagte Gabriel am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“. China ist der einzige Verbündete Nordkoreas in der Region.

Der Minister sprach sich für diplomatische Lösungen aus. Ein militärischen Eingreifen würde hingegen „überhaupt nichts“ bringen, sagte Gabriel. Auch der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, wies der Volksrepublik in der Sendung eine Schlüsselrolle zu, um die von Nordkorea ausgehende Gefahr zu bannen. Ein diplomatischer Deal könnte seiner Meinung nach darin bestehen, dass Nordkorea auf weitere Raketentests verzichtet und die USA im Gegenzug die jährlichen gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea in der Region einstellen.

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Nordkorea hatte am Dienstag erstmals eine Interkontinentalrakete getestet. US-Präsident Donald Trump drohte Machthaber Kim Jong Un daraufhin mit einer harten Reaktion, beantwortete Fragen nach einem möglichen Militärangriff aber nicht. Die Regierung in Washington befürchtet unter anderem, dass das isolierte Land mit Atomsprengköpfen versehene Langstreckenraketen baut, die US-Territorium erreichen können. Chinas Staatschef Xi Jinping bekräftigte am Donnerstag nach Angaben Südkoreas, er werde größte Anstrengungen unternehmen, um Nordkorea an der Entwicklung von Atom- und Raketentechnologie zu hindern.

Quelle:  Handelsblatt Online
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