Bundesdruckerei beendet Geschäftsbeziehung mit China

Das Ende eines Joint Ventures: Bundesdruckerei steigt aus Ausweis-Geschäft in China aus

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Die Bundesdruckerei steigt aus ihrem China-Geschäft aus.

Ausländische Unternehmen dürfen keine „sicherheitsrelevanten Erzeugnisse“ für China mehr herstellen. Also steigt die Bundesdruckerei nach 16 Jahren aus einem Joint Venture mit einer chinesischen Druckerei aus.

Die Bundesdruckerei ist nach 16 Jahren aus einem deutsch-chinesischen Gemeinschaftsunternehmen zum Druck von Pässen und anderen Ausweisen für die Volksrepublik ausgestiegen. Der 25-Prozent-Anteil an der Shanghai Mite Speciality & Precision Printing Co. Ltd sei bereits im März verkauft worden, schreibt die „Welt am Sonntag“.

Zur Begründung verwies die Bundesdruckerei auf eine geänderte Rechtslage in China: Betriebe mit ausländischer Beteiligung dürften nicht mehr mit der Herstellung „sicherheitsrelevanter Erzeugnisse“ betraut werden. Daher habe sich das 16 Jahre bestehende Gemeinschaftsunternehmen nach Auslaufen der Verträge nicht erneut um den Auftrag bewerben können, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Ursprünglich sei das Joint Venture auf 25 Jahre ausgelegt gewesen.

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Die staatliche Berliner Bundesdruckerei machte im Vorjahr 457 Millionen Euro Umsatz. Das chinesische Gemeinschaftsunternehmen habe zuletzt rund 60 Millionen Euro Umsatz erzielt und sei das größte und ertragsreichste Auslandsengagement gewesen, so die Zeitung. Gedruckt wurden Millionen Reisepässe und Ausweise bis hin zu Diplomatenpässen.

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