IWF : Frankreich unter Macron auf gutem Reformkurs

IWF : Frankreich unter Macron auf gutem Reformkurs

, aktualisiert 17. Juli 2017, 17:09 Uhr
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Frankreichs Regierung will die Kapitalertragssteuer von 50 auf 30 Prozent senken. Der IWF erklärt, dies werde das Land wettbewerbsfähiger machen und Investitionen ankurbeln.

Quelle:Handelsblatt Online

Der IWF wünscht sich von Macron ein umfassendes Reformpaket um die Finanzen in Ordnung zu bringen und die hohe Arbeitslosigkeit zu senken. Die geplante Flexibilisierung des Arbeitsmarktes sei ein guter Schritt.

ParisFrankreich sollte nach Ansicht des IWF seine Finanzen in Ordnungen bringen, die hohe Arbeitslosigkeit senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Mit dem starken politischen Mandat für Präsident Emmanuel Macron und dank der anziehenden Konjunktur gebe es eine einzigartige Gelegenheit zu einem umfassenden Reformpaket, erklärte der Internationale Währungsfonds (IWF) am Montag in seinem jährlichen Frankreich-Bericht. Der Fonds würdigte die geplanten Ausgabenkürzungen der Regierung in Paris und begrüßte deren Vorhaben, den Arbeitsmarkt zu flexibilisieren. Der IWF traut der französischen Wirtschaft 2017 ein Wachstum von 1,5 Prozent zu, das sich im nächsten Jahr beschleunigen dürfte.

Macron wurde im Mai zum jüngsten Präsident Frankreichs gewählt, im Juni gewann seine Partei „La Republique en Marche“ (LREM) und die mit ihr verbündete Zentrumspartei Modem die Mehrheit in der Nationalversammlung. In Frankreich sollen die Unternehmenssteuern bis 2022 von derzeit 33,33 Prozent auf 25 Prozent sinken. Die Regierung will zudem die Kapitalertragssteuer von 50 auf 30 Prozent kappen. Der IWF erklärte, dies werde das Land wettbewerbsfähiger machen und Investitionen ankurbeln.

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Die Regierung will vor allem dank Einsparungen in diesem Jahr das Defizit unter drei Prozent im Verhältnis zur Wirtschaftskraft drücken und damit erstmals seit Jahren wieder die Maastricht-Kriterien einhalten. Der IWF sprach von einer „außergewöhnlichen Anstrengung historischen Ausmaßes“, sollte die Regierung auch für 2018 ihr Defizit-Ziel von 2,7 Prozent erreichen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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