Nach angekündigter Ablehnung: Arabische Staaten verlängern Ultimatum für Katar

Nach angekündigter Ablehnung: Arabische Staaten verlängern Ultimatum für Katar

, aktualisiert 03. Juli 2017, 02:36 Uhr
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Katar bekommt noch einmal 48 Stunden Zeit, um den Forderungen der vier arabischen Ländern nachzukommen. Zuvor hatte Katars Außenminister jedoch angekündigt, das Land werde die Forderungen ablehnen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die vier arabischen Staaten kommen in der Krise um Katar einer Bitte des Vermittlers Kuweit nach und verlängern das Ultimatum um 48 Stunden. Außenminister Sigmar Gabriel besucht ab Montag die Golfregion.

DubaiSaudi-Arabien und drei weitere arabische Staaten haben ihr Ultimatum für das Golf-Emirat Katar um 48 Stunden verlängert. Die Staaten seien damit einer Bitte Kuwaits nachgekommen, das in der Krise vermittelt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA am Montag unter Berufung auf eine gemeinsame Erklärung der vier Staaten.

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate werfen Katar Unterstützung von Terroristen vor und haben ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu dem Emirat gekappt. Sie haben 13 Forderungen vorgelegt, die Katar bis Sonntag erfüllen sollte - darunter die Schließung des TV-Senders Al-Dschasira und einer türkischen Militärbasis in Katar.

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Katars Außenminister hatte am Wochenende erklärt, die Regierung seines Landes werde die Forderungen zurückweisen. Katar hat die Vorwürfe der Staatengruppe als unbegründet bezeichnet.

Ab Montag besucht Außenminister Sigmar Gabriel für drei Tage die Golfregion. Zuerst geht es am Montag nach Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Am Dienstag besucht Gabriel Katar selbst und am Mittwoch dann Kuwait.

Gabriel will sich bei seiner Reise neutral verhalten. „Wir ergreifen nicht Partei“, sagte er vor seiner Abreise. „Aber: Der Konflikt am Golf geht nicht nur die an, die dort miteinander im Zwist liegen, sondern betrifft auch uns und unsere Interessen.“ Das gelte für den Kampf gegen IS, aber auch für die Stabilität einer Region, die von Krisen, Spannungen und Krieg schwer gezeichnet sei. „Wir unterstützen mit Nachdruck die Vermittlungsbemühungen des Emirs von Kuwait. Denn was es jetzt braucht, ist ein ernsthafter Dialog zwischen den Beteiligten, um konstruktive Lösungsansätze durch Verhandlungen zu entwickeln“, betonte Gabriel.

Quelle:  Handelsblatt Online
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