Sinkende Investitionen: Japanische Wirtschaft wächst nur noch sehr langsam

Sinkende Investitionen: Japanische Wirtschaft wächst nur noch sehr langsam

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Japanische Konsumenten geben derzeit weniger aus.

Geringer Konsum und sinkende Investitionen: Japans Wirtschaft wächst langsamer als erwartet. Der Staat stemmt sich gegen die Flaute – wann greifen die Maßnahmen?

Das Wachstum der japanischen Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal deutlich verlangsamt. Wie die Regierung in Tokio am Montag bekanntgab, legte das Bruttoinlandsprodukt der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zwischen April und Juni noch um eine hochgerechnete Jahresrate von 0,2 Prozent zu. Das Wachstum lag damit klar unter den von Analysten prognostizierten 0,7 Prozent.

Im ersten Quartal hatte der Zuwachs bei einer Jahresrate von 2,0 Prozent gelegen. Die Gründe liegen laut der Regierung bei schwachen Konsumausgaben und geringen Unternehmensinvestitionen. Der private Konsum, der zu rund 60 Prozent zur japanischen Wirtschaftsleistung beiträgt, sei um nur 0,2 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu hatte der Zuwachs im Quartal zwischen Januar und März 0,7 Prozent erreicht.

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Dazu gaben Unternehmen 0,4 Prozent weniger für Investitionen aus. Schon im ersten Quartal 2016 waren diese um 0,7 Prozent gefallen. Experten erkennen hier einen Trend, weil mit einer weiteren Aufwertung des Yen Exporterlöse geschmälert werden. „Japans Wettbewerbsfähigkeit im Export leidet unter der Aufwertung des Yen“, sagte der Ökonom Norio Miyagawa vom Finanzhaus Mizuho Securities. Im Vergleich zum US-Dollar legte die japanische Währung seit dem Jahresbeginn um 16 Prozent zu.

Anfang des Monats hatte die japanische Regierung ein neues milliardenschweres Konjunkturpaket beschlossen. „Um die Wirtschaft weiter anzukurbeln, ist es wichtig, die Binnennachfrage mit einem kontinuierlichen Konjunkturprogramm zu stützen“, sagte Wirtschaftsminister Nobuteru Ishihara. Das Kabinett gab das Gesamtvolumen des Pakets mit 28,1 Billionen Yen (damals 246 Milliarden Euro) an. Ministerpräsident Shinzo Abe nannte die Maßnahmen eine „Investition in die Zukunft“.

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