Trotz Giftmord-Krise: Nordkorea lässt zwei Malaysier ausreisen

Trotz Giftmord-Krise: Nordkorea lässt zwei Malaysier ausreisen

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Giftmord-Krise: Nordkorea lässt zwei Malaysier ausreisen

Ungeachtet eines offiziellen Ausreiseverbots haben zwei UN-Mitarbeiter aus Malaysia Nordkorea verlassen können.

Die beiden Mitarbeiter des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen trafen am Donnerstag in der chinesischen Hauptstadt Peking ein, wie ein UN-Sprecher mitteilte. Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte am Dienstag angekündigt, keine Bürger Malaysias mehr außer Landes zu lassen. Hintergrund ist der Giftmord am Halbbruder von Machthaber Kim Jong Un, Kim Jong Nam.

Wegen des Anschlags auf dem Flughafen von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur sind die Beziehungen zwischen beiden Ländern seit Mitte Februar angespannt. Inzwischen lässt auch Malaysia keine Nordkoreaner mehr ausreisen. Nach offiziellen Angaben halten sich nun noch neun Malaysier in Nordkorea auf: drei Diplomaten und sechs Familienangehörige. In Malaysia wiederum sollen aktuell mehrere Hundert Nordkoreaner sein.

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Die Affäre hat inzwischen auch Auswirkungen auf den Fußball: Eigentlich sollte am 28. März in Pjöngjang ein Länderspiel zwischen Nordkorea und Malaysia stattfinden. Die Regierung in Kuala Lumpur will die Nationalmannschaft jetzt jedoch nicht mehr reisen lassen. Befürchtet wird, dass die Fußballer dann gefangen gehalten würden.

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