Türkei-Streit: Gabriel droht mit Abzug von Nato-Soldaten

Türkei-Streit: Gabriel droht mit Abzug von Nato-Soldaten

, aktualisiert 18. Mai 2017, 16:54 Uhr
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Bei seinem Besuch in den USA reagiert der Außenminister auf das Besuchsverbot in Incirlik und droht der türkischen Seite gleichzeitig Konsequenzen an.

Quelle:Handelsblatt Online

Außenminister Gabriel schaltet sich in den Streit mit der Türkei ein und droht mit dem Abzug von Nato-Soldaten aus der Türkei. Die Türkei hatte zuletzt den Besuch Bundestagsabgeordneter in Incirlik verboten.

WashingtonIm Streit um die Bundeswehrtruppen in der Türkei droht Außenminister Sigmar Gabriel nun auch mit einem Abzug von deutschen Soldaten aus einem Nato-Verband. Bei einem Besuch in Washington machte er am Donnerstag klar, dass es in der Auseinandersetzung mit Ankara um ein Besuchsverbot für Bundestagsabgeordnete nicht nur um die in Incirlik stationierten „Tornado“-Aufklärungsflugzeuge der Bundeswehr, sondern auch um die „Awacs“-Aufklärungsflieger der Nato in Konya gehe.

„Das ist eine integrierte Entscheidung. Ich glaube jedenfalls, dass beide Dinge schwer voneinander zu trennen sind“, sagte Gabriel nach politischen Gesprächen mit der US-Regierung. Die „Awacs“-Maschinen sind der bisher einzige größere Beitrag der Nato zum internationalen Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Sie sind zu einem Drittel mit Bundeswehrsoldaten besetzt. Bei einem Abzug der deutschen Soldaten wäre der Einsatz insgesamt gefährdet.

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Die Türkei hat Bundestagsabgeordneten einen Besuch bei den in Incirlik stationierten rund 260 Bundeswehrsoldaten untersagt. Die Bundesregierung will die Soldaten und ihre Aufklärungsmaschinen nach Jordanien verlegen, falls die Türkei nicht einlenkt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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