US-Präsidentschaftswahlkampf: Clinton und Trump bleiben vorn

US-Präsidentschaftswahlkampf: Clinton und Trump bleiben vorn

, aktualisiert 23. März 2016, 11:49 Uhr

Trump und Clinton marschieren trotz schmerzender Niederlagen Richtung Präsidentschaftskandidatur. Die Vorwahlen im Bundesstaat Arizona untermauern diesen Trend. Vor allem bei den Republikanern wird heftig gerechnet.

Trotz einzelner Rückschläge bei den US-Vorwahlen liegen Hillary Clinton und Donald Trump im Rennen um eine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl weiter in Führung. Die Demokratin Clinton und der Republikaner Trump fuhren am Dienstag (Ortszeit) wichtige Siege in Arizona im Südwesten des Landes ein.

Damit machten die ehemalige Außenministerin und der Immobilien-Milliardär Niederlagen in anderen Bundesstaaten wett. Clinton und Trump verloren im konservativen Utah. Dort siegte bei den Republikanern Ted Cruz und bei den Demokraten Bernie Sanders. Auch in Idaho war Sanders erfolgreich.

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Ein Wahlhelfer in den USA Quelle: REUTERS

Die Wahlbeteiligung war stellenweise überwältigend. In Idaho und Utah bildeten sich teils kilometerlange Schlangen vor den Wahllokalen. Mancherorts mussten Stimmzettel nachgedruckt werden.

Clinton hat bei den Demokraten einen großen Vorsprung bei den für die Nominierung notwendigen Delegiertenstimmen. Sanders konnte am Dienstag leicht, aber nicht entscheidend Boden gegenüber Clinton gutmachen.

Trump räumte in Arizona bei den Republikanern alle 58 zur Verfügung stehenden Delegierten ab. Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf seinem Weg zur Kandidatur. „Thank you, Arizona!“, twitterte Trump. Dagegen gewann Cruz in Utah alle 40 Delegierten.

Trump verfügt derzeit über die Stimmen von etwa 740 Delegierten, Cruz hat rund 465 Delegierte. Für einen Sieg im ersten Wahlgang auf dem Parteitag der Republikaner im Juli in Cleveland benötigt Trump die Stimmen von 1237 Delegierten. Um sein Ziel zu erreichen, müsste er bei den noch ausstehenden Vorwahlen jeweils mehr als die Hälfte der Delegierten gewinnen.

Clinton wandte sich am Dienstagabend (Ortszeit) in Seattle (Bundesstaat Washington) an ihre Anhänger. „Amerika verfällt nicht in Panik“, sagte sie angesichts der Terroranschläge in Brüssel. „Wir bauen keine Mauern, und wir wenden unseren Freunden nicht den Rücken zu“, betonte sie in Anspielung auf jüngste Äußerungen von Donald Trump.

Der hatte zuvor erklärt, die USA müssten überlegen, ihr Engagement in der Nato zurückzufahren. Er forderte erneut eine Lockerung der Gesetze, um umstrittene Verhörmethoden bis hin zur Folter zu ermöglichen. Clinton trat dem scharf entgegen. „Dies ist die Zeit, in der Amerika Führungsqualitäten zeigen muss, und nicht um sich wegzuducken.“

Sanders gab sich bei einer Rede in Kalifornien kämpferisch und betonte, dass er im Rennen bleibe. Am Samstag stehen in drei Bundesstaaten weitere Vorwahl-Entscheidungen an.

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