US-Vizepräsident Pence: Geduld mit Nordkorea am Ende

US-Vizepräsident Pence: Geduld mit Nordkorea am Ende

, aktualisiert 17. April 2017, 13:10 Uhr
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US-Vizepräsident Mike Pence und der südkoreanische Premierminister Hwang Kyo-ahn

Angesichts eines erneuten Raketentests in Nordkorea reißt den USA bald der Geduldsfaden, wie Vizepräsident Pence in Südkorea klarmacht. China fordert derweil Verhandlungen, Japan neben dem Dialog vor allem Druck.

US-Vizepräsident Mike Pence hat Nordkorea bei einem unangekündigten Besuch an der innerkoreanischen Grenze vor einem Festhalten an seinem Atomwaffenprogramm gewarnt. „Die Ära der strategischen Geduld ist vorbei“, sagte Pence während eines Aufenthalts in der Entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea am Montag. Für den Stellvertreter von US-Präsident Donald Trump war es der Auftakt einer zehntägigen Reise durch Asien und Australien.

Nordkorea hatte am Sonntag abermals eine Rakete getestet. Der Versuch scheiterte diesmal, das Geschoss explodierte nach amerikanischen und südkoreanischen Angaben schon beim Start. Bei dem Geschoss handelte es sich laut US-Angaben um eine Mittelstreckenrakete. Pence bezeichnete den Raketentest als Provokation.

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Bei dem Besuch an der Grenze blickte der in eine dunkelbraune Bomberjacke gekleidete Vizepräsident durch ein Fernglas direkt in Richtung Nordkorea. Zwei nordkoreanische Soldaten beobachteten ihn von der anderen Seite der mit Stacheldraht gesicherten Grenze und machten mehrere Fotos von dem Besucher aus den USA.

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Politischer Druck: Nordkorea provoziert mit neuem Raketentest Quelle: dpa

Pence sagte, Trump hoffe, dass China seine „außergewöhnlichen Hebel“ benutzen werde, um Druck auf Nordkorea auszuüben, damit es sein Waffenprogramm aufgebe. In Richtung Pjöngjang warnte er, dass die Geduld der USA nicht unendlich sei. „Präsident Trump hat klargemacht, dass die Geduld der Vereinigten Staaten und unserer Verbündeter in dieser Region zu Ende geht und wir einen Wandel sehen wollen. Wir wollen sehen, dass Nordkorea seinen rücksichtslosen Weg der Entwicklung von Atomwaffen aufgibt“, sagte er. Das stetige Gebrauchen und Testen von ballistischen Raketen sei nicht akzeptabel.

Später wiederholte Pence in einer gemeinsamen Erklärung mit dem geschäftsführenden südkoreanischen Präsidenten Hwang Kyo Ahn, dass „alle Optionen auf dem Tisch liegen“, um mit der von Nordkorea ausgehenden Bedrohung umzugehen. Jeder nordkoreanische Gebrauch von Atomwaffen würde „eine überwältigende und effektive Reaktion“ auslösen. Das amerikanische Bekenntnis zu Südkorea sei „eisern und unumstößlich“.

China forderte währenddessen eine Rückkehr zu Verhandlungen. Außenamtssprecher Lu Kang sagte am Montag, die Spannungen auf der Koreanischen Halbinsel müssten gelindert werden, damit der sich zuspitzende Streit zu einer friedlichen Lösung gebracht werden könne. China wolle die Mehrparteienverhandlungen wiederaufnehmen, die 2009 im Sande verlaufen waren.

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe setzt im Streit um das nordkoreanische Raketen- und Atomprogramm neben Dialog auch auf Druck. Natürlich seien diplomatische Bemühungen wichtig, um den Frieden zu wahren, sagte Abe am Montag in einer Parlamentssitzung in Tokio. „Doch Dialog um des Dialogs willen ist bedeutungslos“, fügte er hinzu.

Deshalb sei es nötig, Druck auf Nordkorea auszuüben, „damit sie ernsthaft auf einen Dialog reagieren“. Abe rief China und Russland auf, bei dem Thema eine konstruktivere Rolle einzunehmen.

Trump hatte am Sonntag erklärt, dass die USA und China gemeinsam am „Nordkorea-Problem“ arbeiteten. Trumps Nationaler Sicherheitsberater, Herbert Raymond McMaster, sagte, die Entscheidung des Präsidenten zum Angriff eines Luftwaffenstützpunktes in Syrien zeige, dass er offensichtlich nicht davor zurückschrecke, harte Entscheidungen zu treffen.

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