Wahlen in den USA: Clinton nimmt Nominierung an

Wahlen in den USA: Clinton nimmt Nominierung an

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Zum Abschluss des Parteitags der US-Demokraten nimmt Hillary Clinton die Nominierung zur Präsidentschaftskandidatin offiziell an.

Es ist offiziell: Hillary Clinton nimmt ihre Nominierung an kämpft mit Donald Trump um das mächtigste Amt der Welt. In ihrer großen Rede vor dem Parteitag empfiehlt sich die Ex-Außenministerin als gestählte Krisenmanagerin - und attackiert Trump.

Hillary Clinton zieht für die US-Demokraten in den Kampf ums höchste Staatsamt der USA. Am Donnerstag (Ortszeit) nahm die frühere Außenministerin, Senatorin und First Lady in Philadelphia ihre Nominierung als Präsidentschaftskandidatin offiziell an. Erstmals in der US-Geschichte schickt eine große Partei im Land eine Frau ins Rennen ums Weiße Haus. Bei der Wahl im November tritt Clinton gegen den Republikaner Donald Trump an.

Clinton wandte sich am Abend in einer großen Rede an den Parteitag der Demokraten. Den Amerikanern empfahl sie sich als eine erfahrene Krisenmanagerin, die für die Herausforderungen der Welt gerüstet sei.

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Als Präsidentin werde sie mit allen Amerikanern und den Verbündeten der USA im Anti-Terror-Kampf zusammenarbeiten. „Wir sehen mit klarem Blick, mit was es unser Land da zu tun hat“, sagte sie mit Blick auf extremistische Gewalt. „Aber wir haben keine Angst.“

Donald Trump Trump jetzt offiziell Präsidentschaftskandidat

Am Ende wirkte alles wie eine Formsache. Und trotzdem wird in Cleveland Geschichte geschrieben: Die US-Republikaner machen den Geschäftsmann Donald Trump zu ihrem Präsidentschaftskandidaten.

epa05432669 Donald Trump delivers an address via video to delegates on the second day of the 2016 Republican National Convention at Quicken Loans Arena in Cleveland, Ohio, USA, 19 July 2016. The four-day convention is expected to end with Donald Trump formally accepting the nomination of the Republican Party as their presidential candidate in the 2016 election. EPA/MICHAEL REYNOLDS +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Mit scharfen Worten versuchte sich Clinton von ihrem Rivalen Trump abzusetzen und sprach ihm jede Eignung für das Weiße Haus ab. „Stellt ihn euch in einer echten Krise im Oval Office vor“, sagte die 68-Jährige - und nahm dessen Twitter-Leidenschaft aufs Korn. „Einem Mann, den man mit einem Tweet ködern kann, ist kein Mann, dem wir Nuklearwaffen anvertrauen können.“

Zudem griff sie Trumps Äußerung in seiner Parteitagsrede vor den Republikanern vergangene Woche an, in der er erklärt hatte, dass nur er „das System“ reparieren könne. Diese Worte sollten „bei uns allen die Alarmglocken schrillen“ lassen, sagte Clinton. Die Amerikaner sollten niemanden glauben, der erkläre: „Ich allein kann es richten.“

Clinton gestand zugleich aber Versäumnisse ihrer Partei ein. Die Demokraten hätten arbeitenden Familien nicht gut genug vermittelt, dass sie deren Los nachvollziehen könnten. „Schrecklich viele Leute finden, dass ihrer Arbeit immer weniger Respekt“ entgegen gebracht werde. Dabei seien Amerikaner willens, hart zu arbeiten.

US-Präsidentschaftswahlkampf Bernie Sanders stellt sich hinter Hillary Clinton

US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat sich offiziell hinter die Präsidentschaftskandidatur seiner Rivalin Hillary Clinton gestellt. „Sie muss unsere nächste Präsidentin werden“, sagte Sanders in Portsmouth.

Die zukünftige US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, mit ihrem bisherigen Konkurrenten, dem Senator Bernie Sanders. Quelle: REUTERS

Ihren Zuhörern empfahl sich Clinton als Vorkämpferin der Eintracht. „Ich will eine Präsidentin für Demokraten, Republikaner, Unabhängige sein, für die Strauchelnden, für die Kämpfenden und die Erfolgreichen. Für jene, die mich wählen und jene, die es nicht tun“, erklärte sie.

Der Appell dürfte nicht zuletzt auf ihre parteiinternen Kritiker gemünzt sein. Viele Anhänger ihres Vorwahl-Rivalen Bernie Sanders können sich weiter nicht damit abfinden, dass Clinton das Rennen um die Nominierung gemacht hat. Zuletzt waren interne E-Mails der Demokratischen Partei aufgetaucht, die nahelegen, dass die Parteispitze Sanders bei den Vorwahlen benachteiligte. Umfragen zufolge vertrauen viele Menschen Clinton nicht.

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