Berühmte letzte Worte: Andrea Nahles: "Also meine Rente ist sicher"

kolumneBerühmte letzte Worte: Andrea Nahles: "Also meine Rente ist sicher"

Kolumne von Ralf Schwartz

Erst die Kopplung der Schicksale von Politikern und Bürgern ermöglicht die nachhaltige Optimierung von Politik und unserer wirtschaftlichen Situation.

Ihr Vater hat noch sein Leben lang hart gearbeitet. Das wollte sich Andrea Nahles nicht antun, also ging sie in die Politik. Da sitzt sie nun und denkt an sich und an weiter nichts (böses).

Das ist schon eine seltsame Politikwelt, die kein Problem damit hat, sich selbst diametral besser zu versorgen als das Volk dessen Diener sie ist.

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"Obwohl alle Erträge der Farm brüderlich geteilt werden, beanspruchen die Schweine die von den Kühen gewonnene Milch und die Äpfel alleine für sich. ... Da die Schweine gewissermaßen die Leitung der Farm übernommen haben, sei dieses Privileg im Interesse aller Tiere. Würde es den Schweinen nämlich nicht gut gehen, könnten sie ihre Aufgabe nicht richtig erfüllen ..." - George Orwell, Animal Farm.

So aber funktioniert die Farm, der Staat nicht mehr für alle, sondern so richtig gut nur noch für die herrschenden Schweine.

Aber das ist ja nur ein Buch. Mit einer gewissen Logik. Einerseits geht es nur wenigen richtig gut und andererseits scheint es egal, dass die vielen anderen ihre Aufgaben nur suboptimal erfüllen können.

Schauen wir uns drei Themenbereiche an und entwickeln einfach mal vollkommen un/vernünftige, naiv-blauäugige Denkansätze:

  • Pension vs Rente,

  • Diät vs Gehalt,

  • Nebentätigkeiten vs Hartz-IV-Sanktionen.

Ja, das klingt nach Neiddebatte, nach Populismus gar. Aber der Vergleich ist wichtig. Er zeigt sehr schön die Schieflage unseres kompletten Systems zugunsten einiger weniger Selbstbediener.

1. Pension vs Rente

  • Wer Glück hat, geht nach 45 anrechenbaren Jahren, im Alter von 63 und durchschnittlich knapp 1.000 Euro in Rente.

  • Der Politiker geht nach 23 Jahren Bundestagszugehörigkeit, im Alter von 55 Jahren und 4.836 Euro in Pension.

Statt die Rente für ihren Vater auf unser aller Kosten durchzuboxen, sollte Andrea Nahles ihm einfach die Hälfte ihrer eigenen Pension abgeben. Da bekäme er locker mehr als das Doppelte der ihm nun in Aussicht stehenden Rente und Deutschland könnte zig Milliarden Euro sinnvoller in die Zukunft dieses Landes investieren.

Überhaupt sollte jeder Politiker ein oder zwei Rentner alimentieren, oder? Und sei es nur, um diese beiden Schicksale zu koppeln. Sei es, um das Verständnis zu wecken, dass man heute von der Rente nur schlecht leben kann, wenn man nicht zufällig schon ein kleines Häuschen für den Eigenbedarf abgezahlt hat.

Warum nicht die Politikerpension analog der deutschen Durchschnittsrente anpassen und später erhöhen?

Dann würde es uns allen besser gehen. Die Politik würde sich zumindest mehr Mühe geben, die Rentensysteme von Grund auf zu reformieren.

2. Diät vs Gehalt

Andrea Nahles und Friends erhöhten sich ihre Diäten und lassen diese nun analog eines durchschnittlichen Richters am Bundesgerichtshof wachsen. Klar. Eine Nummer kleiner geht's nicht.

Warum nicht direkt die Diäten analog der Profis der Fußballbundesliga steigen lassen, da beide doch in einer Liga spielen? Oder wie die Honorare der Formel-I-Fahrer? Stimmt, das ist kurzfristig pietätlos.

Fast unverdächtig wären da Diätensteigerungen analog der Kostensteigerungen und Realisierungswahrscheinlichkeiten von Elbphilharmonie, Berliner Flughafen, Stuttgart21.

Diäten und Gehälter werden auch in Zukunft brutal auseinanderlaufen. Nicht zuletzt, weil die Rente (mit 63) nicht finanzierbar ist!

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