Kretschmann nach den Landtagswahlen: Baden-Württemberg steuert auf Grün-Schwarz zu

Kretschmann nach den Landtagswahlen: Baden-Württemberg steuert auf Grün-Schwarz zu

, aktualisiert 22. März 2016, 13:07 Uhr
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Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) und der CDU-Landeschef Thomas Strobl. Eine grün-schwarze Koalition in Stuttgart wird immer wahrscheinlicher.

Quelle:Handelsblatt Online

Neun Tage nach der Landtagswahl rückt ein grün-schwarzes Bündnis in Baden-Württemberg näher. Die Unions-Gremien werden voraussichtlich dafür votieren, Sondierungsgespräche mit den Grünen aufzunehmen.

StuttgartDie Grünen und die CDU in Baden-Württemberg steuern auf ein historisches Bündnis zu. Neun Tage nach der Landtagswahl werden sich die Unions-Gremien aller Voraussicht nach dafür aussprechen, in offizielle Sondierungsgespräche mit den Grünen unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann einzutreten. Den Anfang sollte am Dienstagnachmittag die CDU-Fraktion machen. Sie will ein Stimmungsbild zu der Allianz mit den Grünen erheben. Am Abend beraten das Präsidium und der Landesvorstand der CDU.

Im Vorstand wird Landeschef Thomas Strobl über die zurückliegenden Gespräche mit SPD, FDP und Grünen berichten. Mögliche Bündnisse mit den Sozialdemokraten und der FDP hatten sich zerschlagen. Geben die Gremien grünes Licht für Grün-Schwarz, würde die Union auf Landesebene Neuland betreten: Zwar hat die Partei Erfahrungen mit schwarz-grünen Bündnissen, aber nicht als Juniorpartner der Grünen.

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Die Grünen haben großes Interesse, mit der Union ein Regierungsbündnis zu schmieden. Ein erstes Treffen nach einer Entscheidung der CDU könnte es am Donnerstag geben mit weiteren Terminen nach Ostern. Wenn die Partner erfolgreich sondiert haben, ob sie zusammengehen können, würden die Koalitionsverhandlungen beginnen. Dabei geht es dann um die Arbeit am Koalitionsvertrag.

Bei der Landtagswahl am 13. März hatten die Grünen (30,3 Prozent) die CDU (27 Prozent) erstmals als stärkste Kraft abgelöst. Die SPD sackte auf 12,7 Prozent ab, noch hinter der AfD mit 15,1 Prozent. Wegen der starken Verluste der SPD war eine Fortführung der bisherigen Regierungskonstellation Grün-Rot nicht möglich.

Quelle:  Handelsblatt Online
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