Salman Abedi: Attentäter reiste von Düsseldorf nach Manchester

Salman Abedi: Attentäter reiste von Düsseldorf nach Manchester

, aktualisiert 25. Mai 2017, 11:17 Uhr
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Salman Abedi: Attentäter reiste von Düsseldorf nach Manchester

Der mutmaßliche Attentäter Salman Abedi hat sich laut "Focus" mindestens zweimal in Deutschland aufgehalten. Er ist nach Erkenntnissen der Polizei über den Flughafen Düsseldorf nach Manchester geflogen.

Der Manchester-Attentäter Salman Abedi ist nach einem Bericht von „Focus Online“ vier Tage vor dem Anschlag von Düsseldorf aus in die britische Stadt geflogen. Das hätten Berliner Sicherheitskreise bestätigt. Zudem sei der Mann bereits 2015 von Frankfurt am Main aus nach Großbritannien gereist. Offenbar sei er damals zuvor bei einer paramilitärischen Ausbildung in Syrien gewesen, habe Scotland Yard dem Bundeskriminalamt (BKA) mitgeteilt.

Auch nach Erkenntnissen der Polizei ist der Attentäter über den Flughafen Düsseldorfer nach Großbritannien geflogen. Allerdings sei er hier nur umgestiegen und habe sich dafür kurzzeitig im Transit- beziehungsweise Sicherheitsbereich aufgehalten, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Bisher hätten die Ermittlungen der NRW-Sicherheitsbehörden zu keinen weiteren Erkenntnissen für Kontakte des Mannes nach NRW geführt. Nähere Angaben wollte ein Sprecher nicht machen. Die Polizei in Düsseldorf und die NRW-Sicherheitsbehörden unterstützten die Ermittlungen der britischen Behörden zum Anschlag in Manchester, hieß es.

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Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums erklärte am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur lediglich, die britischen und deutschen Sicherheitsbehörden stünden „in engstem Kontakt“. Und: „Selbstverständlich sind auch etwaige Bezüge in andere Länder sowie mögliche Reisewege Teil dieser Ermittlungen.“

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Dem Bericht von „Focus Online“ zufolge war Abedi namentlich nicht in internationalen Fahndungssystemen erfasst. Er habe auch auf keiner Beobachtungsliste gestanden, mit denen Reisebewegungen verdächtiger Islamisten erfasst werden. „Die Szene ist international eng verflochten“, sagte ein BKA-Experte dem „Focus“. „Wir müssen klären, ob Abedi in Syrien Leute kennengelernt hat, die er jetzt in NRW oder Hessen getroffen hat.“

Mittlerweile hat die britische Polizei acht Verdächtige festgenommen. Die Festnahmen und die Funde bei Razzien bezeichnete der Chef der Polizei von Manchester, Ian Hopkins, als bedeutsam. Der US-Fernsehsender ABC News berichtete, die Polizei habe in Abedis Wohnung eine Art Bombenwerkstatt gefunden. Er habe offenbar genug Chemikalien gelagert, um weitere zu bauen. Ermittlerkreisen zufolge stellte Abedi die Bombe wohl selbst her. Dem Nachrichtenportal "The Independent" zufolge wurden auch bei weiteren Razzien Materialien zum Bombenbau entdeckt. Ein verdächtiger Gegenstand sei kontrolliert zur Explosion gebracht worden.

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