Negative Einkommensteuer

Das Konzept basiert auf der alten Idee einer „negativen Einkommensteuer“. Diese geht zurück auf den 2006 verstorbenen Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman und sieht, stark vereinfacht, so aus: Wer mehr verdient als das Existenzminimum, zahlt seine Steuern auf den übersteigenden Betrag. Wer mit seinem Jahresverdienst darunter bleibt, erhält vom Finanzamt soviel Geld, dass es für den Lebensunterhalt reicht.
Der Beamte berechnet die Steuer nach folgender Formel: Einkommen minus Freibetrag, multipliziert mit dem Steuersatz. Wer keine eigenen Einkünfte hat, dem zahlt der Fiskus bei einem Steuersatz von beispielsweise 50 Prozent also die Hälfte des staatlich festgelegten Freibetrags.
Das Problem: die Kosten
Das Problem des Bürgergelds sind allerdings die Kosten. Die höheren Freibeträge machen das System erst mal teurer als Hartz IV. Allerdings sinken laut FDP-Kommission Bürokratieaufwand und Leistungsmissbrauch, während die Sozialversicherungen wegen der gestiegenen Arbeitsanreize mehr einnehmen. Nach einem Simulationsmodell des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) könnte das Bürgergeld tatsächlich einen beachtlichen Beschäftigungseffekt haben. Doch der wäre mit Nettokosten von über 40 Milliarden Euro sehr teuer erkauft. „Wegen der Subvention von Teilzeit würden viele weniger arbeiten und den geringeren Verdienst mit Bürgergeld ausgleichen“, warnt IZA-Experte Hilmar Schneider.
Angesichts der prekären Haushaltslage dürfte die Politik vor diesem Risiko zurückschrecken – und das Bürgergeld vorerst graue Theorie bleiben.














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Alle Kommentare lesen03.04.2010, 14:28 UhrAnonymer Benutzer: Praktiker
Ohne Druck läuft nichts. Was beim Wasser richtig ist, gilt auch beim Menschen. Wer nicht arbeitet will, obwohl er dies könnte, und dies offen oder verdeckt praktiziert, dem muss die Stütze genommen werden. Dieser Druck fördert die Arbeitswilligkeit oder entlastet die öffentlichen Kassen. Dann kann man auch wieder über höhere Sätze reden. Vorher nicht.
03.04.2010, 03:05 UhrAnonymer Benutzer: Traute S Heim
in Oesterreich ist es bald soweit. Es wird Grundverdienst von 726€ gezahlt bei Arbeitszwang. Dort muss man beruflich nehmen was man verwaltet bekommt. Fähigen Karrieren werden abgewürgt oder nicht begonnen. Das ist Kommunismus unter kapitalistischer Aegide.
30.03.2010, 19:27 UhrAnonymer Benutzer: Teufel
@Viktor Panic
Jedes Model ind en letzten 30 jahre hat die situtaion der Arbeitslosen weiter verschlechtert.
Das bürgergeld soll zwar die möglichkeit eröffnen das man nebenverdienst haben kann aber mal ehrlich welcher arbeitnehmer würde nicht eher einen 1 euro jobber bzw einen fachpracktikanten auf steuerkosten nehmen als einen arbeitnehmer zu bezahlen.