Tel Aviv: Zehntausende Israelis erinnern an Ermordung Rabins

Tel Aviv: Zehntausende Israelis erinnern an Ermordung Rabins

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Yitzhak Rabin: Zehntausende Israelis erinnern an Ermordung Rabins

Zum ersten Mal seit 21 Jahren sollte es keine staatliche Gedenkfeier für Israels ermordeten Regierungschef geben - aus Finanzgründen. Deshalb organisierte die Opposition eine alternative Kundgebung.

Zehntausende Israelis haben sich am Samstagabend in Tel Aviv im Gedenken an den 1995 ermordeten Ministerpräsidenten Izchak Rabin versammelt. Oppositionsführer Izchak Herzog warf dem Regierungschef Benjamin Netanjahu bei einer Ansprache auf dem Rabin-Platz vor, dieser habe „der Demokratie den Krieg erklärt“. Einem Eintritt seines Mitte-Links-Bündnisses in Netanjahus rechts-religiöse Koalition erklärte er eine Absage.

David Bitan, ein prominenter Vertreter von Netanjahus rechtsorientierter Likud-Partei, hatte zuvor für eine Kontroverse gesorgt, als er sagte, Rabins Tod sei „kein politischer Mord“ gewesen.

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Der Friedensnobelpreisträger Rabin war am 4. November 1995 nach einer großen Friedensdemonstration in Tel Aviv von einem national-religiösen Fanatiker mit drei Kugeln getötet worden. Der Attentäter Jigal Amir wollte damit weitere Gebietsabtritte an die Palästinenser im Rahmen einer Friedensregelung verhindern. Er wurde dafür zu lebenslanger Haft verurteilt.

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Netanjahu war vor dem Mord Wortführer bei Demonstrationen gewesen, auf denen wütende Gegner der Versöhnungspolitik Rabins einen Sarg mit dessen Namen trugen und Schilder hochhielten, auf denen Rabin in einer SS-Uniform dargestellt wurde. In lauten Sprechchören wünschten sie Rabin den Tod. Seitdem wurde Netanjahu häufig vorgeworfen, er habe mit seinem Verhalten auch dazu beigetragen, die Stimmung zu schüren, die letztlich das Attentat auf Rabin ermöglichte.
„21 Jahre später erhebt der Hass wieder sein Haupt, die Hetze ist wieder da“, sagte Herzog nach Angaben der Nachrichtenseite „ynet“. In Israel seien die Worte Frieden und Demokratie inzwischen zu Schimpfwörtern geworden, sagte die ehemalige Außenministerin Zipi Livni.

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