Unterstützung für Start-ups: Bund plant 10-Milliarden-Fonds

Unterstützung für Start-ups: Bund plant 10-Milliarden-Fonds

Die Bundesregierung will bei der Förderung von jungen Hightech-Firmen neue Wege gehen. Erfolgreiche Start-ups sollen für ihre Anschlussfinanzierung Unterstützung bekommen. Das lässt der Bund sich was kosten.

Mit einem Zehn-Milliarden-Fonds über zehn Jahre lang sollen solche Start-up-Firmen gestützt werden, die nach erfolgreicher Gründungsphase expandieren wollen, wie eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums am Montag in Berlin bestätigte. Es gehe bei dieser großvolumigen Anschlussfinanzierung um keine Beihilfen, sondern um Kredite der Staatsbank KfW, die der Bund absichere. Zusammen mit angesammeltem Eigenkapital könnte sich das Finanzvolumen auf bis zu 20 Milliarden Euro verdoppeln. Zuvor hatten der „Spiegel“ und die „Welt am Sonntag“ darüber berichtet.

Woher Startups ihr Kapital erhalten

  • Eigene Ersparnisse

    82,5 %

    Quelle: Deutscher Startup Monitor/Bundesverband Deutsche Startups, 2014

  • Familie und Freunde

    32,7 %

  • Staatliche Fördermittel

    29,1 %

  • Business Angels

    28,2 %

  • Inst. Risikokapitalgeber

    21,4 %

  • Inkubatoren

    10,9 %

  • Bankdarlehen

    10,2 %

  • Schwarmfinanzierung

    4,1 %

Die möglichen Kosten für den Bund durch Garantien bei möglichen Kreditausfällen durch gescheiterte Firmen könnten schwer vorhergesagt werden. Sie würden nach bisherigem Stand aber auf etwa 200 Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Das Konzept sei noch nicht abgeschlossen, sagte die Sprecherin weiter. Die Gespräche mit der KfW, in der Bundesregierung und mit der EU-Kommission dauerten an.

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Nach Angaben der „Welt am Sonntag“ soll der Fonds bei der staatlichen KfW angesiedelt sein und Firmengründern für jeden Euro an Wagniskapital einen Euro Kredit zu vergünstigten Konditionen bereitstellen. So sollen insgesamt die 20 Milliarden Euro an frischem Kapital für Gründer zusammenkommen. Da Kredite Fremdkapital seien, müssten Gründer bei Finanzierung durch den Fonds weniger Firmenanteile abgeben, als wenn sie nur Wagniskapital einsammeln. Denn Wagniskapital werde als Eigenkapital eingestuft.

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