Verbraucherpreise in Deutschland: Preise stagnieren wegen günstigerer Energie

Verbraucherpreise in Deutschland: Preise stagnieren wegen günstigerer Energie

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Die jüngsten Umfragen unter Unternehmen signalisierten sowohl für Deutschland als auch für die Euro-Zone insgesamt eine Konjunkturabkühlung.

Gegen die Erwartungen von Ökonomen sind Waren und Dienstleistungen heute nicht teurer, als vor einem Jahr. Grund ist vor allem der niedrige Ölpreis.

Die Verbraucherpreise in Deutschland steigen wegen billiger Energie nicht mehr. Waren und Dienstleistungen kosteten im Februar im Schnitt genauso viel wie ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte. Ökonomen hatten hingegen einen Anstieg von 0,1 Prozent erwartet, nach einem Plus von 0,5 Prozent im Januar.

"Dahinter steckt natürlich der Ölpreisverfall", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer angesichts dieser Entwicklung. Energie verbilligte sich um 8,5 Prozent, nachdem die Ölpreise wegen der weltweiten Überproduktion erneut kräftig gefallen waren. Dagegen verteuerten sich Nahrungsmittel um 0,8 Prozent, Dienstleistungen um 0,9 Prozent und Wohnungsmieten um 1,1 Prozent.

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Inflation in der Euro-Zone Preise steigen weniger als erwartet

Das Statistikamt Eurostat stellte fest, dass die Preise in der Euro-Zone im Januar noch weniger gestiegen sind als angenommen. Investoren erwarten nun weiter sinkende Preise – und hoffen auf noch mehr EZB-Milliarden.

Die Preise stiegen im Januar nur um 0,3 Prozent. In einer ersten Schätzung war noch von plus 0,4 Prozent die Rede. Quelle: dpa

Wird die europäische Berechnungsmethode angewandt, dann fielen die deutschen Verbraucherpreise im Februar sogar um 0,2 Prozent und damit so stark wie seit über einem Jahr nicht mehr. Auch in Frankreich und Spanien stand ein Minuszeichen vor der Inflationsrate. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik im März weiter lockert. "Das ist ein wichtiges Argument für die Tauben im EZB-Rat, die auf weitere Maßnahmen dringen", sagte Krämer. "Zumal auch noch das Konjunkturbild bröckelt." Die jüngsten Umfragen unter Unternehmen signalisierten sowohl für Deutschland als auch für die Euro-Zone insgesamt eine Konjunkturabkühlung.

Die EZB will in der Euro-Zone eine Deflation - einen länger anhaltenden Preisverfall auf breiter Front mit verheerenden Folgen für die Wirtschaft - unbedingt vermeiden. Möglich ist etwa, dass die Währungshüter ihren Strafzins für Banken erhöhen: Diese müssten dann für Geld, das sie bei der EZB parken, noch mehr Gebühren zahlen. Dies soll sie dazu verleiten, mehr Kredite zu vergeben, was Konjunktur und Inflation ankurbeln könnte.

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