
Exzellentes Bildungssystem
Die Antwort: ziemlich gut. Denn Finnland hat die Grundvoraussetzung, um auch in Zukunft kreativ, innovativ und erfolgreich zu sein. Das Schul- und Bildungssystem genießt seit dem ersten PISA-Test im Jahr 2000 einen hervorragenden Ruf. Beim 2009er-Test war Finnland erneut das mit Abstand beste europäische Land. Die Schüler zwischen Helsinki und Lappland erreichten Bestnoten im Lesen (Rang 3), bei den Naturwissenschaften (Rang 2) und in der Mathematik (Rang 6). Zum Vergleich: Deutschland landete im Mittelfeld, auf den Rängen 16 (Mathematik), 13 (Naturwissenschaften) und 20 (Lesen).
Die Gründe für Finnlands Top-Leistung sind vielfältig. Zum einen hat das Lernen traditionell einen enorm hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Darüber hinaus sind die Klassen klein, die Lehrer gut ausgebildet und die Schüler dank individueller Förderung hoch motiviert. Aufgrund der vergleichsweise geringen Zuwanderung hat das Land zudem wenig Probleme mit zuwanderungsbedingter mangelnder Sprachbeherrschung.
Können Sie diese PISA-Aufgaben lösen?
Physik-Frage
An Manuelas Schule führt der Physiklehrer Tests durch, bei denen 100 Punkte zu erreichen sind. Manuela hat bei ihren ersten vier Physiktests durchschnittlich 60 Punkte erreicht. Beim fünften Test erreichte sie 80 Punkte. Was ist Manuelas Punktedurchschnitt in Physik nach allen fünf Tests?
a) 64 Punkte
b) 72 Punkte
c) 68 PunkteWürfel-Frage
Fünf Seiten eines Würfels von drei Zentimetern Kantenlänge werden rot angestrichen, die sechste Fläche bleibt ohne Anstrich. Wie viel Prozent der Würfeloberfläche sind rot?
a) Etwa 60 Prozent
b) Etwa 83 ProzentGeographie-Frage
Wie tief ist der Tschadsee heute?
a) Etwa 15 Meter
b) Etwa fünfzig Meter
c) Etwa zwei MeterGewicht-Frage
Wie verändert sich das Gewicht auf der Waage wenn man beim Wiegen schwungvoll in die Knie geht?
a) Es ändert sich gar nichts an der Gewichtsangabe
b) Das Gewicht wird für diesen Moment höher angezeigt
c) Das Gewicht wird kurzzeitig geringer angezeigtGrand-Canyon-Frage
Die Temperatur im Grand Canyon reicht von unter 0 Grad bis über 40 Grad. Obwohl es sich um eine Wüstengegend handelt, gibt es in einigen Felsspalten Wasser. Wie beschleunigen diese Temperaturschwankungen und das Wasser in den Felsspalten die Zersetzung des Gesteins?
a) Gefrierendes Wasser dehnt sich in Felsspalten aus
b) Gefrierendes Wasser löst warmes Gestein auf
c) Wasser kittet Gestein zusammenUV-Frage
Wie wirkt es sich aus, wenn Sie eine dunkle Sonnenbrille ohne UV-Schutz tragen?
a) Es gelangen mehr UV-Strahlen ins Auge als ohne Brille.
b) Es gelangen weniger UV-Strahlen ins Auge als ohne Brille.
c) Es gelangen genau so viele UV-Strahlen ins Auge wie ohne Brille.Das sind die richtigen Antworten
Frage 1: a
Frage 2: b
Frage 3: c
Frage 4: c
Frage 5: a
Frage 6: a
Das Motto "Keiner darf zurückbleiben" wird gelebt. Ein so kleines Land wie Finnland könne auf niemanden verzichten, sagt Leo Pahkin von der nationalen Schulbehörde. Man müsse sich fragen, welche Kenntnisse die Schüler in zehn, 15 Jahren brauchten. Dass dazu überdurchschnittliche IT-Kenntnisse gehören, bezweifelt im hohen Norden niemand. Computer sind aus dem Unterricht nicht wegzudenken.

Exzellente Geschäfte mit "Angry Birds"
Unweit vom Nokia-Hauptquartier in Espoo, bei Rovio Entertainment, lassen sich die Früchte der Bildungspolitik bestaunen. Von außen ist das Rovio-Gebäude unscheinbar, innen ist es unverwechselbar: Grüne Schweine sind an die weißen Wände gemalt, auf Regalen stehen rote, gelbe und schwarze schlecht gelaunt schauende Plüschvögel. Es sind die Protagonisten des Computerspiels "Angry Birds", das über 500 Millionen Mal heruntergeladen wurde und damit das zweitmeist verkaufte Programm für das iPhone und iPad ist. 224 überwiegend junge, aus der Region stammende Finnen arbeiten bei Rovio. Im vergangenen Jahr machte der Konzern einen Umsatz von 75,4 Millionen Euro, vor Steuern blieb in den Kassen ein Gewinn von 48 Millionen Euro hängen.
Doch auch in anderen Branchen tut sich etwas in Finnland. "Das Land nimmt derzeit viel Geld in die Hand, vor allem im Energiebereich und im Gesundheitswesen", erklärt Torsten Pauly. "Neue Autobahnabschnitte sind in Planung, in Helsinki werden alte Hafen- und Industriebrachen für mehrere Milliarden Euro auf Vordermann gebracht und im Atomkraftwerk Olkiluoto entsteht ein neuer Block für 6,6 Milliarden Euro." Von der finnischen Investitionsbereitschaft profitieren auch deutsche Unternehmen. "Am AKW-Ausbau ist Siemens beteiligt, aber auch zahlreiche deutsche Mittelständler", so Pauly.
















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Alle Kommentare lesen20.08.2012, 21:00 UhrAnonymer Benutzer:Manue458
Auch wenn man Finnland nicht unbedingt mit Deutschland vergleichen kann, so fällt doch auf, daß die finnischen Politiker nicht unter Realitätsverlust leiden. Sie sehen die Situation viel realistischer als deutsche Politiker.
13.08.2012, 20:32 UhrAnonymer Benutzer:liason.lecroix
Na ja. Das geht bestimmt alles. Und in so einem Mickey Mouse Land hat man auch nicht unsere Probleme. Super Schulsystem mit Klassen die aus 15 Schülern bestehen ,ohne Kids die wie bei uns mit 10 jahren noch kein Deutsch sprechen weil es das Oberhaupt zu hause nicht duldet.
Und über die Stärke der Wirtschaft kann ich nur lachen. Siehe Nokia. Kohle in Deutschland eingesteckt dann dicht gemacht, danach im Osten das gleiche abgezogen....
Vergleiche mit Deutschland. Come on. Was wären alle ohne uns.
12.08.2012, 16:09 UhrAnonymer Benutzer:RDA
Die Finnen sind eben nicht so blöd wie unsere deutsche Regierung.
Wenn die PIIGS-Länder schon kein Land als Sicherheit bei der EU oder der bank for international settlements verpfänden wollen, dann sollte Angie wenigstens für Sonderwirtschaftszonen in den PIIGS-Ländern kämpfen, damit dort ohne ständige STreikgefahr in exportorientierte Industrien investiert werden kann. Wenn ein Investor sicher sein kann, dass er stets "harte" Devisen erlöst, wird er auch in einem Land wie GR investieren, das womöglich die Drachme wieder einführt.