Liveticker : Nach Zinssenkung: Draghi "noch nicht am Ende"

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Liveticker : Nach Zinssenkung: Draghi "noch nicht am Ende"

Die EZB hat den Leitzins auf 0,15 Prozent gesenkt, doch EZB-Präsident Mario Draghi ist "noch nicht am Ende". Die Entwicklungen im Überblick.

+++ 17:45 Uhr +++

Der Dax geht mit 9.948 Punkten in den Feierabend - zwischenzeitlich hatte er mit 10.013,69 Punkten einen neuen Rekord erreicht.

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+++ 16:28 Uhr +++

Wenig überraschend: Die Banken reagieren skeptisch auf den negativen Einlagezins und das Rekordtief beim Leitzins. Nach Ansicht des Sparkassenverbandes hat sich die EZB auf einen "gefährlichen Weg" begeben. "Statt der erhofften Impulse für die Wirtschaft in den Krisenländern werden durch die erneute Zinssenkung die Sparer in ganz Europa weiter verunsichert und Vermögenswerte zerstört", sagte Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Die Maßnahmen machten die Finanzmärkte auch nicht stabiler: "Im Gegenteil, das überreichliche Geld quillt schon jetzt aus allen Ritzen und sucht sich immer riskantere Anlagemöglichkeiten." Von einer "Placebopolitik auf Kosten der Sparer" sprach der Präsident des Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Uwe Fröhlich. Er rechne zwar nicht mit negativen Zinsen für den Endverbraucher, gleichwohl schwächten die niedrigen Zinsen die Altersvorsorge der Menschen.

+++ 16:00 Uhr +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Entscheidung der EZB nicht bewerten. "Die EZB trifft ihre Entscheidungen unabhängig. Das haben wir immer so gesehen, und das werde ich nicht kommentieren", sagte Merkel der Nachrichtenagentur "AFP" in Brüssel. "Wir nehmen das zur Kenntnis und gehen dann mit der Situation um." Frankreichs Präsident François Hollande war gesprächiger: "Ich begrüße die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank, die Zinssätze zu senken und die Finanzierung der Wirtschaft zu verbessern."

+++ 15:54 Uhr +++

Mittlerweile hat die EZB die komplette Rede von Mario Draghi online gestellt. Hier können Sie sie lesen.

+++ 15:52 Uhr +++

Nach der Zinssenkung der EZB haben viele Anleger Bonds der Euro-Krisenstaaten gekauft. "Grundsätzlich kommen die Beschlüsse der EZB den Südländern mehr zu Gute als uns", sagte ein deutscher Rentenhändler. Während der Bund-Future um bis zu 68 Ticks auf 145,25 Punkte rutschte, zog der Future auf die italienischen Anleihen um bis zu 92 Ticks auf 125,72 Zähler an. Entsprechend gaben die Renditen der italienischen Anleihen bis auf 2,923 Prozent nach. Auch die spanischen Anleihen waren gefragt. Ihre Renditen purzelten auf 2,811 Prozent.

+++ 15:32 Uhr +++

Gleichzeitig beteuert Mario Draghi, die Sorgen der Sparer sehr ernst zu nehmen. Allerdings sei die Notenbank nicht dafür verantwortlich, welche Zinsen Banken ihren Kunden zahlten. "Die Zinssätze, die wir festlegen, gelten für Banken, nicht für die Menschen", sagte Draghi in Frankfurt. Natürlich könnten Banken auf die erneute Zinssenkung der EZB reagieren. "Aber das ist eine Entscheidung der Banken." Draghi betonte: "Die Behauptung, wir wollten Sparer enteignen, ist völlig falsch." Die EZB wolle genau das Gegenteil erreichen, nämlich das Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Dann werde auch das Zinsniveau wieder anziehen.

+++ 15:27 Uhr +++

Noch eine Aussage von Mario Draghi: "Das ist ein bedeutendes Maßnahmenpaket. Sind wir schon am Ende? Nein. Wir sind hiermit nicht am Ende, solange wir uns im Rahmen unseres Mandates bewegen."

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