Nach dem Brexit: Frankfurt ist Favorit für Sitz der Europäischen Bankenaufsicht

exklusivNach dem Brexit: Frankfurt ist Favorit für Sitz der Europäischen Bankenaufsicht

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Die Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat ihren Sitz in der britischen Hauptstadt. Nach dem Brexit hat Frankfurt sehr gute Chancen, neuer Standort der EBA zu werden.

von Silke Wettach

Frankfurt hat sehr gute Chancen, nach dem Brexit neuer Standort der bisher in London angesiedelten Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) zu werden.

EBA-Chef Andrea Enria hat sich intern für einen Umzug an den Main ausgesprochen, berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer aktuellen Ausgabe. Auch der für den Finanzmarkt zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, wisse um die Vorteile Frankfurt, heißt es aus dessen Umgebung. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier war diese Woche in Brüssel, um erneut für den Standort zu werben.

Frankfurt bietet die Perspektive, die EBA mit der europäischen Versicherungsaufsicht (EIOPA) zu verschmelzen und langfristig auch mit der europäischen Bankenaufsicht (SSM) zusammenzuführen, die derzeit bei der Europäischen Zentralbank angesiedelt ist. Im Bundesfinanzministerium in Berlin ist man nach Informationen der WirtschaftsWoche sehr zuversichtlich, dass dieses Argument sticht.

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Härtester Konkurrent Frankfurts ist Paris. Die Franzosen haben in der vergangenen Woche mit dem nordfranzösischen Lille allerdings einen extrem starken Anwärter für die europäische Agentur für Medikamentenzulassung (EMA) ins Rennen geschickt, die nach dem Brexit ebenfalls eine neue Heimat sucht. Die EMA beschäftigt mit 900 Mitarbeitern deutlich mehr als die EBA, die rund 160 Mitarbeiter zählt. Lille ist mit dem Hochgeschwindigkeitszug Eurostar nur eine Stunde und 20 Minuten vom alten Standort London entfernt.

Die endgültige Entscheidung treffen die 27 Staats- und Regierungschefs, die einstimmig entscheiden müssen. An diesem Samstag werden sie auf dem EU-Sondergipfel den Umzug der Agenturen beschließen, über den neuen Standort verhandeln sie frühestens beim Gipfel im Juni. Die Neuansiedlung der Agenturen haben großen symbolische Bedeutung, heißt es in Brüssel: „Es geht darum, wer bei der Verteilung des Londoner Fells gewinnt.“

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