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Fotografie: Die neuen Lieblinge der Fotofans

von Thomas Kuhn

Kompakte Systemkameras werden zum Renner bei Fotofans. Sie erreichen immer öfter die Bildqualität der großen Spiegelreflexmodelle und sind genauso flexibel – aber viel handlicher.

Sony NEX-5N

Die Systemkamera von Sony vereint ein großes Objektiv mit flachem Rücken - eine sehr ungewöhnliche Bauform. Die Bildqualität ist aber sehr gut, die Menüsteuerung über den Touchscreen hingegen recht umständlich.

Ab 580 Euro

Quelle: PR

Ein Lob von Peter Lindbergh ist in der Fotobranche so etwas wie ein Adelsschlag. Das gilt nicht nur für Supermodels wie Kate Moss, Naomi Campbell oder Nadia Auermann, denen der deutsche Starfotograf mit seinen Aufnahmen fotografische Denkmäler setzte. Kaum weniger zählt, wenn der Meister Kameras oder Objektiven „exzellente Qualität“ attestiert.

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Bisher gab es solches Lob meist nur für professionelle Spiegelreflexkameras, mit denen Fotokünstler wie Lindbergh ihre Bilderserien schießen. Das aber ändert sich gerade. Profis wie Lindbergh entdecken gerade eine neue Generation von Kameras für sich, die sogenannten Systemkameras.

Handliche Multitalente werden zu Stars

Dank austauschbarer Wechselobjektive und großer Fotosensoren sind sie ähnlich flexibel wie Spiegelreflexmodelle und liefern vielfach auch vergleichbar gute Bilder. Zugleich aber sind Systemkameras deutlich kompakter und leichter, weil die Hersteller auf den Schwenkspiegel und den klobigen Prismensucher der Spiegelkameras verzichten. Für Lindbergh sind die handlichen Multitalente daher ein fast perfekter Mix: „Man kann sie immer dabei haben, und wenn etwas passiert, ist das Foto wegen der exzellenten Qualität trotzdem benutzbar.“ Bei ihm komplettiert daher inzwischen eine Lumix-G-Systemkamera von Panasonic das Equipment.

Wie die Profis begeistern sich auch immer mehr ambitionierte Amateure für die neue Kameragattung. Sie hatte vor gerade einmal drei Jahren auf der Branchenmesse Photokina erstmals Aufsehen erregt. Nun sind nahezu alle großen Hersteller dabei, die neue Geräteklasse zu erschließen: Bei Olympus heißt die Geräteserie Pen, bei Panasonic Lumix G, und Sony ist mit seinen NEX-Modellen erfolgreich. Selbst Branchenschwergewicht Nikon ist jüngst mit der neuen N1-Serie in den Boommarkt eingestiegen.

Die optischen Zwitter sind die neuen Stars im Kamerageschäft. 2011 stiegen die Verkäufe der Systemkameras in Deutschland um 62 Prozent auf rund 130 000 Stück. Der Spiegelreflex-Absatz dagegen wuchs nur um 10 000 Stück.

Der Run auf die neuen Kameras bescherte der Branche einen unerreichten Rekord: Erstmals kauften die Deutschen mehr als eine Million Fotoapparate mit Wechselobjektiven. Selbst zu besten analogen Zeiten in den Achtzigerjahren hatten die Hersteller nie mehr als 650.000 Spiegelreflexkameras abgesetzt.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 23.02.2012, 09:33 UhrAstrologinPalmer

    Die Bildqualität stimmt eben nicht.
    Denn für eine rauschfreie, hohe Bildqualität braucht man große Sensoren.
    Große Sensoren verlangen jedoch große und schwere Objektive.
    Und die haben alle neuen Kameras nicht, trotz hoher Preise.
    Wenn ein Knipser nur leichte Gerätschaften mit sich herumschleppen will, dann bekommt er eben nur bescheidene Bildqualität.
    Klein und leicht = Bilder seicht.
    So einfach ist das.

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