Microsoft: BH soll vor Fressattacken schützen

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Microsoft: BH soll vor Fressattacken schützen

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So soll der BH funktionieren. Der EKG erfasst Herzschlag und Atmung, der EDA-Sensor die Leitfähigkeit der Haut. Das "Board" sammelt die Daten und sendet sie ans Smartphone der Trägerin. Dieses zeigt ihr dann ihren Gemütszustand an.

Essen aus Hunger oder Frust? Diese Frage sollen sich Frauen künftig stellen, wenn sie auf ihrem Smartphone ihren Gemütszustand ablesen. Die Daten erhält es von ihrem BH, der mit allerlei Sensoren ausgestattet ist.

Microsoft geht Frauen an die Wäsche. Der IT-Konzern hat einen BH entwickelt, der den Stress von Frauen messen soll. Auf dem Smartphone kann die Trägerin ihr Stresslevel ständig nachsehen – und sich fragen, ob sie gerade tatsächlich hungrig ist oder nur aus Stress essen will. So sollen Frauen bewusster ihr Essverhalten reflektieren und Frustessen vermeiden.

Denn oft essen wir nicht, weil wir hungrig sind, sondern aus emotionalen Gründen, stellen die Forscher um Psychologin Mary Czerwinski von Microsoft Research fest. Um den Gemütszustand zu bestimmen, biete sich der BH als ein ideales Kleidungsstück an, da er nah am Herzen getragen wird. Für Männer sei ein solches System schwieriger umzusetzen: Sensoren in Unterhosen sind schlichtweg weiter vom Herzen entfernt.

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Ein Kleid aus Plane von Verseidag mit einem Gürtel aus einer Strumpfhose von Falke. Quelle: handelsblatt.com

In der klinken BH-Seite haben die Forscher einen EKG (Elektrokardiogrammsensor) und einen Sensor für die Elektrodermale Aktivität (EDA) eingearbeitet. Der EKG erfasst Herzschlag und Atmung, der EDA-Sensor die Leitfähigkeit der Haut. Diese hängt von ihrer Schweißabgabe ab: Je mehr Flüssigkeit die Haut absondert, desto leitfähiger ist sie.

BH sendet Daten ans Smartphone

Herzschlag und Schweißabgabe steigen beide bei erhöhtem Stress. Ein Beschleunigungsmesser und ein Gyroskop erkennen außerdem, ob sich die Trägerin bewegt. All die Messgeräte leiten ihre Informationen an einen Microcontroller in der BH-Mitte weiter. Dieser sendet die Daten ans Smartphone, auf dem die Trägerin stets ihre Stimmung überprüfen kann.

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Noch ist der BH jedoch nicht zur Marktreife gelangt. Der schwache Akku des BHs bereitet etwa noch Schwierigkeiten. In einer Studie mussten die Versuchspersonen ihn alle drei bis vier Stunden aufladen. Außerdem bleibt die Frage, ob die Informationen über den Gemütszustand allein Frauen tatsächlich vor Frustessen bewahren können. Schließlich gehört auch Selbstdisziplin dazu. Und die kann der BH noch nicht herstellen.

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